200 Millionen Euro Förderung

Erweiterung des Standorts Sieglar:
GFO Kliniken erhalten 200 Millionen Euro Förderung von Bund und Land NRW
Den offiziellen Förderbescheid für das Bauprojekt übergab Karl-Josef Laumann, Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen in Sieglar an die GFO-Geschäftsführung. Damit ist ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zu einer modernen und leistungsfähigen Gesundheitsversorgung in der rechtsrheinischen Region zwischen Köln und Bonn erreicht.

Troisdorf, den 29. April 2026 – Für die geplanten Erweiterungsneubauten am Standort Sieglar erhalten die GFO Kliniken insgesamt gut 200 Millionen Euro an Fördermitteln aus dem Krankenhausstrukturfonds (KHSF) II der sich aus Bundes- und Landesmitteln speist. Allein für die GFO Kliniken Troisdorf entfallen davon 164 Millionen Euro Förderung. Aber auch am Standort St. Josef Bonn sind Investitionen geplant. Den entsprechenden Antrag hatte die GFO als Träger bereits 2019 gestellt. Die Kostenträger, die Stadt Troisdorf und der Rhein-Sieg Kreis haben den Antrag unter anderem unterstützt. Die GFO wird, die derzeit bestehenden Klinikstandorte St. Josef Hospital in Troisdorf Stadt und St. Johannes Krankenhaus Sieglar zukünftig in Sieglar konzentrieren. Hier soll ein moderner und klimafreundlicher Erweiterungsneubau auf dem Gelände des St. Johannes Krankenhauses entstehen. In diesen Planungen hin zu einer standortübergreifenden Konzentration ist auch die GFO Klinik St. Josef in Bonn eingebunden.

„Wir freuen uns außerordentlich über die Förderzusage des Landes NRW und bedanken uns bei allen Beteiligten, insbesondere beim Land NRW, der Stadt Troisdorf, dem Kreis und ausdrücklich bei den Kostenträgern für das Vertrauen und den Einsatz für die Weiterentwicklung der Krankenhausstandorte. Mit der Zusage ist ein bedeutender Meilenstein auf dem Weg zu einer zukunftsorientierten medizinischen Versorgung für die Menschen im Rhein-Sieg-Kreis erreicht“, erklärte Ingo Morell, Geschäftsführer der Maria Theresia Bonzel-Stiftung im Rahmen der Übergabe in Sieglar. Die Stiftung ist zu 80 Prozent Gesellschafter der GFO (Gemeinnützige Gesellschaft der Franziskanerinnen zu Olpe).

Übergabe Förderbescheid GFO Kliniken

Mit dem Bauprojekt kommt die GFO sowohl den gestiegenen Anforderungen an Größe und Ausstattung ihrer Kliniken als auch der NRW-Krankenhausplanung nach. Letztere sieht vor, sowohl bestimmte medizinische Leistungen als auch Standorte zu konzentrieren. Das soll die Behandlungsqualität für die Patient:innen steigern und einen Fokus auf spezielle Leistungen und Leistungsgruppen legen, für die die GFO Kliniken Troisdorf eine besondere Expertise und personelle wie apparative Ausstattung nachweisen müssen.

Geplant ist ein Erweiterungsneubau auf dem Gelände des St. Johannes Krankenhauses in Sieglar. Die voraussichtliche Bauzeit wird ca. fünf Jahre betragen. „Unsere beiden Standorte haben lange Zeit für die Versorgung der Menschen in der Region sehr gut gepasst. Doch Doppelstrukturen lassen sich mittelfristig weder wirtschaftlich noch aus Patient:innensicht sinnvoll aufrechterhalten“, so Ingo Morell.

Das St. Josef Hospital Troisdorf wird aber wie bisher bis zum Ende der Baumaßnahme weiterhin die medizinische Versorgung der Bevölkerung mit sicherstellen.

Luftbild Sieglar

Zusammenlegung hat bereits begonnen
Erste Schritte hin zu einer Zusammenlegung der beiden Klinikstandorte und dem Abbau von Doppelstrukturen haben die GFO Kliniken Troisdorf bereits in den letzten beiden Jahren schrittweise umgesetzt. Im Februar 2024 wurde eine Zentrale Notaufnahme am Standort St. Josef Hospital eingerichtet, in der internistische und chirurgische Notfälle versorgt werden. Damit bündeln die GFO Kliniken Troisdorf ihre internistische und chirurgische Expertise aktuell am Standort Troisdorf-Mitte. Neurologische Erkrankungen bzw. Notfälle wie Schlaganfälle werden in Sieglar behandelt. Hier gibt es u.a. eine zertifizierte Stroke-Unit, die für die rechtsrheinische Patientenversorgung optimal aufgestellt ist.

Im Juli 2024 haben die GFO Kliniken Troisdorf zudem am Standort Sieglar die psychiatrische Pflichtversorgung für das Stadtgebiet Troisdorf übernommen. Mit einem Neubau, der Mitte 2025 eingeweiht wurde, hat die GFO die dafür notwendigen räumlichen Voraussetzungen geschaffen. Investiert wurden 22,5 Millionen Euro.

Darüber hinaus zog die Geburtsklinik im September 2024 von Troisdorf-Mittenach Sieglar. Die dazugehörigen Kreißsäle wurden 2025 modernisiert und erweitert. Im St. Johannes Krankenhaus kommen jährlich rund 1.800 Babys auf die Welt.

Ebenfalls seit 2024 werden Menschen mit einer voranschreitenden (progredienten), weit fortgeschrittenen Erkrankung und einer begrenzten Lebenserwartung auf der neuen Palliativstation des St. Johannes Krankenhauses betreut. Diese zog aus dem Altbau des St. Josef Hospitals nach Sieglar. Darüber hinaus befindet sich eine moderne Geriatrie in Sieglar, in der ältere Patient:innen mit ihren besonderen medizinischen Bedürfnissen behandelt werden.

Darüber hinaus verfügen die GFO Kliniken Troisdorf mit dem MVZ Rhein-Sieg bereits jetzt am Standort Sieglar und ihrem ambulanten OP-Zentrum über moderne ambulante Versorgungsmöglichkeiten in den Bereichen Radiologie, Neurologie, Gynäkologie und Chirurgie.

Ausblick
„Der Erweiterungsneubau am Standort Sieglar bietet die Chance, ein hervorragendes medizinisches und pflegerisches Leistungsangebot der Grund- und Regelversorgung mit einer wirtschaftlicheren Infrastruktur zu kombinieren und damit zukunftsfest und tragfähig zu gestalten“, betont Jan-Philipp Kasch, Geschäftsführer der GFO.

Mit der Förderzusage können die GFO Kliniken nun gestärkt in die weiteren Planungen und Umsetzungen gehen. 

Zu den GFO Kliniken Troisdorf und den GFO Kliniken Bonn:
In den GFO Kliniken Troisdorf werden im St. Johannes Krankenhaus und im St. Josef Hospital jährlich rund 82.000 Patient:innen ambulant und 27.000 stationär an über 500 Betten betreut.

In den GFO Kliniken Bonn werden an den drei Standorten St. Marien-Hospital, St. Josef Hospital und dem CURA Krankenhaus jährlich insgesamt rund 120.000 Patient:innen ambulant und stationär betreut.

Mit insgesamt mehr als 2.300 Mitarbeitenden zählen die Kliniken zu den größten Arbeitgebern der Region. Träger der GFO Kliniken Troisdorf und der GFO Kliniken Bonn ist die Gemeinnützige Gesellschaft der Franziskanerinnen zu Olpe mbH (GFO), zu der mehr als 100 Einrichtungen im Sozial- und Gesundheitswesen an rund 130 Standorten mit rund 17.500 Mitarbeitenden gehören.


GFO Kliniken Troisdorf
Pressemitteilung vom 29. April ’26 um 17:52 h

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