Gemeinsames Handeln

SPD-Kreistagsfraktion fordert gemeinsames Handeln zur Entlastung der Region nach Sperrung der Nordbrücke“
SPD will mehr Busse, dichtere Bahntakte und zusätzliche Rheinquerungen“.

Die Sperrung der Nordbrücke stellt den gesamten Rhein-Sieg-Kreis, die Bundesstadt Bonn und die angrenzenden Regionen vor erhebliche verkehrliche Herausforderungen. Die SPD-Kreistagsfraktion begrüßt die von der Stadt Bonn bereits vorbereiteten und geprüften Maßnahmen zur Verkehrslenkung und Entlastung ausdrücklich. Gleichzeitig sieht sie nun auch den Rhein-Sieg-Kreis gefordert und hat für die Sitzung des Planungs- und Verkehrsausschusses am 23. Juni einen Antrag mit zusätzlichen Maßnahmen eingebracht. So sollen die Belastungen für Pendlerinnen und Pendler, Unternehmen sowie den öffentlichen Nahverkehr reduziert und gleichzeitig nachhaltige Mobilitätsangebote gestärkt werden.

Zu den vorgeschlagenen Maßnahmen gehören unter anderem die kurzfristige Erhöhung der Kapazitäten auf den Umleitungsstrecken, die Prüfung zusätzlicher Fährverbindungen über den Rhein, die Integration von Fähren in die Tarifstruktur des ÖPNV, der Ausbau von Schnell- und Pendelbussen vor allem über den Rhein, eine Taktverdichtung der Stadtbahnlinie 66 sowie die Erweiterung von Park-and-Ride-Angeboten.

Die Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion, Sara Zorlu, betont:
„Die Sperrung der Nordbrücke betrifft nicht nur Bonn, sondern die gesamte Region. Viele Menschen aus dem Rhein-Sieg-Kreis sind täglich auf funktionierende Verkehrsverbindungen angewiesen, um zur Arbeit, zur Ausbildung oder zu ihren Familien zu gelangen. Deshalb darf der Rhein-Sieg-Kreis nicht nur Zuschauer sein, sondern muss gemeinsam mit Bonn, dem Land Nordrhein-Westfalen und dem Bund aktiv an Lösungen mitarbeiten. Wir machen hierzu als SPD-Kreistagsfraktion wirksame und pragmatische Vorschläge.“

Ein besonderer Schwerpunkt des Antrags liegt auf der Stärkung des öffentlichen Nahverkehrs. Der Fraktionsgeschäftsführer, Michael Richter, setzt sich dabei insbesondere für eine kurzfristige Taktverdichtung der Stadtbahnlinie 66 ein: „Die Stadtbahn bietet die Infrastruktur, als Massentransportmittel über den Rhein zu dienen. Sobald die Linie 66 wieder regulär fährt, muss daher der Takt in den Hauptverkehrszeiten sofort erhöht werden, um die nun notwendigen Kapazitäten zu schaffen. Gemeinsam mit zusätzlichen P&R-Plätzen könnte der ÖPNV so zum Gamechanger in der angespannten Situation werden.“

Hierbei fordert Richter ein pragmatisches Vorgehen: „Das Huma Einkaufszentrum hat eine große Menge ungenutzter Stellplätze, diese könnten als Park & Ride Plätze genutzt werden. Auch für zusätzliche Bahnen kann man mit den Kölnern Nachbarn ins Gespräch kommen.“

Die SPD-Kreistagsfraktion ist überzeugt, dass die Herausforderungen durch die Sperrung der Nordbrücke können, nur durch ein koordiniertes Vorgehen aller Beteiligten erfolgreich bewältigt werden können.


SPD – Rhein-Sieg
Pressemitteilung vom 10. Juni ’26 um 15:17 h

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