Sperrung der Nordbrücke

SPD-Kreistagsfraktion Rhein-Sieg fordert verlässliche Lösungen für Schülerverkehr während Sperrung der Nordbrücke

Die geplante Sperrung der Friedrich-Ebert-Brücke (Nordbrücke) für den Schwerlastverkehr ab Mitte Januar 2026 droht erhebliche Auswirkungen auf den Schülerverkehr zwischen dem Rhein-Sieg-Kreis und der Stadt Bonn zu haben. Vor diesem Hintergrund hat die SPD-Kreistagsfraktion Rhein-Sieg einen Antrag eingebracht, mit dem der Landrat aufgefordert wird, frühzeitig und mit Nachdruck Lösungen zur Sicherstellung eines zuverlässigen, sicheren und zumutbaren Schülerverkehrs zu entwickeln.

Nach übereinstimmenden Berichten ist davon auszugehen, dass auch Linien- und Schulbusverkehre von der Sperrung betroffen sein werden. Insbesondere Schülerinnen und Schüler, die weiterführende Schulen auf der linken Rheinseite besuchen – darunter das Collegium Josephinum Bonn sowie weitere Bonner Schulen – müssen mit deutlich längeren Schulwegen und organisatorischen Unsicherheiten rechnen.

„Die Sperrung einer der wichtigsten Rheinquerungen darf nicht auf dem Rücken von Kindern und Familien ausgetragen werden“, erklärt Nils Suchetzki, Ausschussvorsitzender des Planungs- und Verkehrsausschusses. „Gerade im Schülerverkehr brauchen wir Verlässlichkeit. Lange Umwege, unzumutbare Fahrzeiten oder gar der Zwang, auf Elterntaxis auszuweichen, sind keine akzeptable Lösung.“

Die SPD fordert unter anderem, dass sich der Landrat gegenüber der Autobahn GmbH des Bundes dafür einsetzt, Ausnahmegenehmigungen für Schul- und Linienbusse von der Gewichtsbeschränkung auf der Nordbrücke zu prüfen und – sofern technisch möglich – zu erteilen. Für den Fall, dass dies nicht oder nur eingeschränkt möglich ist, sollen gemeinsam mit der Rhein-Sieg-Verkehrsgesellschaft tragfähige Alternativkonzepte umgesetzt werden, etwa durch den Einsatz kleinerer, brückentauglicher Fahrzeuge und die Sicherstellung ausreichender Kapazitäten.

Achim Tüttenberg, Kreistagsmitglied aus Troisdorf, betont die Verantwortung des Kreises: „Der Rhein-Sieg-Kreis ist Aufgabenträger für den Schülerverkehr. Deshalb erwarten wir, dass er jetzt eine aktive, koordinierende Rolle einnimmt und alle relevanten Akteure an einen Tisch holt – von der Stadt Bonn über die Autobahn GmbH bis hin zur RSVG.“

Aus Sicht der SPD ist schnelles Handeln erforderlich, um rechtzeitig vor Beginn des betroffenen Schulhalbjahres Klarheit zu schaffen.  Ziel ist es, praktikable Übergangslösungen zu finden, die den Alltag von Schülerinnen und Schülern nicht zusätzlich belasten.


SPD – Rhein-Sieg
Pressemitteilung vom 08. Januar ’26 um 16:35 h

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