Pflicht statt Kür: Mehr Bahnen auf der Linie 66 ab Dezember 2026
Als Reaktion auf die Vollsperrung der Bonner Nordbrücke (Friedrich-Ebert-Brücke, A 565) haben die Kreistagsfraktionen von CDU, SPD, Grünen und FDP gemeinsam ein umfassendes ÖPNV-Maßnahmenpaket auf den Weg gebracht, dessen erste Schritte nun per Dringlichkeitsentscheidung in die Umsetzung kommen.
Im Mittelpunkt steht die vorgezogene Taktverdichtung der Stadtbahnlinie 66: Ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2026 wird das Angebot zwischen Sankt Augustin-Zentrum und Bonn Hauptbahnhof in der Morgen- und Nachmittagsspitze von bislang sechs auf bis zu neun Fahrten pro Stunde ausgebaut. Die Linie 66 ist die schnellste und verlässlichste ÖPNV-Verbindung zwischen dem rechtsrheinischen Kreisgebiet und der Bundesstadt Bonn und verzeichnet infolge der Brückensperrung eine stark steigende Auslastung.
Ergänzend werden bereits zum Schuljahresbeginn Anfang September zusätzliche Leihräder des Verleihsystems „Welo“ an geeigneten ÖPNV-Stationen entlang der Linie 66 bereitgestellt. Zudem soll die Busanbindung der Haltestelle „Graurheindorf, Mondorfer Fähre“ verbessert werden, um den Fähranleger stärker an den ÖPNV anzubinden. Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2026 ist außerdem die Einführung der neuen Schnellbuslinie SB 85 zwischen Ramersdorf, Wachtberg und Meckenheim geplant.
Sara Zorlu, Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion, zeigt sich zufrieden mit der Geschwindigkeit, wie die Beschlüsse umgesetzt werden:
„Wenn eine Brücke gesperrt wird, sind Bus und Bahn die Antwort. Am 2. Juli hat der Kreistag beschlossen, was jetzt gebraucht wird. Dass nun bereits die ersten Umsetzungsschritte kommen, zeigt: Guter ÖPNV ist kein Selbstläufer. Er ist das Ergebnis von politischem Willen. Und den haben wir bewiesen.“
Michael Richter, Kreistagsmitglied aus Sankt Augustin und Fraktionsgeschäftsführer der SPD-Kreistagsfraktion, freut sich ebenfalls über die guten Nachrichten aus dem Kreishaus. Er ergänzt:
„Die Stadtbahn ist die wichtigste ÖPNV-Verbindung über den Rhein in unserer Region, ein dichterer Takt ist aktuell keine Kür, sondern eine Pflicht. Wir als SPD kämpfen dafür seit Jahren, auch wenn immer wieder versucht wurde, das zu verzögern. Die Fahrgastzahlen haben uns Recht gegeben. Weil Bonn die Bahninfrastruktur auf der Strecke in Bonn-Beuel verbessert hat, haben wir nun die Möglichkeit, früher zu liefern als geplant. Wer morgens auf die 66 angewiesen ist, wird das spüren. Im Sommer weichen viele noch aufs Fahrrad aus, aber spätestens im Herbst brauchen die Menschen mehr Kapazität auf der Schiene. Wir sind dann bereit. Und das ist erst der Anfang.“
SPD – Rhein-Sieg
Pressemitteilung vom 19. Juli ’26 um 12:04 h






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