Vorsicht an heißen Tagen und bei Gewittern, Windböen oder Sturm:
Astbruch- und Brandgefahr in der Wahner Heide
Das sommerliche Wetter lockt Mensch und Tier ins Freie, raus aus dem aufgeheizten Stadtgebiet in den mitunter um einige Grad kühleren Wald. Die Hitze und der wenige Regen setzen den Bäumen derzeit arg zu. Beim Aufenthalt im Wald oder unter Bäumen ist deshalb Vorsicht geboten – gerade an heißen Tagen und bei Gewittern, Windböen oder Sturm.

Das kühle und teilweise feuchte Frühjahr hat den Bäumen zwar durchaus gutgetan. Die Trockenheit und Hitzewellen im Juni und Juli setzen vielen Bäumen wieder extrem zu. Äste können jederzeit ohne Vorwarnung abbrechen. Insgesamt ist der Wald bereits aus den letzten Jahren geschädigt und gestresst. Die Klimaveränderung führt zu mehr Dürren und Starkregen. Mal ein Mangel und mal ein Überschuss an Wasser schwächt und destabilisiert die Baumbestände massiv.
Bäume altern auf natürliche Weise. Dabei entsteht Altholz und Totholz. Bei Trockenstress und Hitze werfen die Bäume vermehrt Blätter oder Nadeln ab, um ihren Wasserverbrauch zu senken. Sie verhindern damit, dass der Baum als Ganzes austrocknet. Hitze kann zudem die Spannkraft und Flexibilität der Holzfasern in den Ästen verringern. Manchmal brechen sogar gesunde, belaubte Äste ab. Durch Blitzschlag oder Sturm können Baumstämme oder Äste möglicherweise zersplittern und so gefährlich werden. Das Waldgebiet der Wahner Heide wird zwar regelmäßig von den Förstern des Bundesforstbetrieb Rhein-Weser auf Gefahrenstellen hin kontrolliert. Dennoch gilt: Gefahren sind nicht gänzlich auszuschließen und das Betreten des Waldes geschieht auf eigene Gefahr.
Mit der Trockenheit und der fehlenden Feuchtigkeit im Wald steigt bekanntermaßen die Waldbrandgefahr. Sie ist derzeit sehr hoch. Feuer, meist menschlichen Ursprungs, bedeuten derzeit eine akute Gefahr für Wälder und Heiden. Aufkommender Wind beeinflusst die rasche Ausbreitung. Eine Selbstentzündung der Vegetation ist nahezu unmöglich. Die meisten Waldbrände entstehen durch Fahrlässigkeit oder sogar Brandstiftung. Die Nutzung von Zündquellen wie Zigaretten, Lager- und Grillfeuer oder heißen Fahrzeugteilen zählen zu den häufigsten Ursachen.
Anfang Juli brannte im Naturschutzgebiet Wahner Heide in der Nähe von Rösrath eine 1.600 Quadratmeter große Waldfläche sowie eine Heuwiese bei Altenrath. Unter Einsatz von 200 Feuerwehrkräften und einem Löschhubschrauber wurde der Waldbrand recht schnell eingedämmt. Eine besondere Herausforderung sind bei Bränden in der Wahner Heide die im Boden liegenden Munitionsreste des ehemaligen Truppenübungsplatzes.
Mit einem umsichtigen Verhalten kann der Waldbesucher Waldbrände verhindern: Offenes Feuer ist nicht erlaubt, ebenso im Wald Grillen oder Kochen. Das Rauchen ist im Wald verboten und kann geahndet werden. Folglich bitte keine Zigarettenkippen, auch nicht aus
dem Autofenster, wegwerfen. Glutreste können über weite Strecken verheerende Brände auslösen. Autos nur auf befestigten Wegen parken. Heiße Fahrzeugteile können trockene Gras- und Krautvegetation schnell entzünden. Über den Notruf 112 verdächtige Rauchentwicklung bitte sofort melden. Bei der Brandbekämpfung zählt jede Minute.
Kurz gesagt: Hitze und Trockenheit erfordern ein umsichtiges und verantwortliches Verhalten im Wald. Die Natur, Tiere, Pflanzen und nicht zuletzt Menschenleben werden so geschützt.
Kontakt:
Ingrid Küsgens
Stabsstelle Strategische Mobilitätsplanung und Klimawandelvorsorge
Wahner Heide Portal Burg Wissem
Burgallee 3
53840 Troisdorf
Tel.: 02241 900-9262
kuesgensi@troisdorf.de
Achim Urmes
Betriebsbereichsleiter Wahner Heide
Bundesanstalt für Immobilienaufgaben
Bundesforstbetrieb Rhein-Weser
Schauenbergweg 2
53842 Troisdorf
Tel.: 02246-915482-0
Achim.Urmes@bundesimmobilien.de
Stadt Troisdorf
Pressemitteilung vom 15. Juli ’26





Users Today : 262
Views Today : 528
Who's Online : 6