SPD will Entlastung bei Windelentsorgung weiter vorantreiben
Rund 15.000 Kinder unter drei Jahren leben derzeit im Rhein-Sieg-Kreis. Hinzu kommen Haushalte, in denen aufgrund medizinisch bedingter Inkontinenz dauerhaft große Mengen an Windeln anfallen. Für diese Familien und Betroffenen entstehen dadurch regelmäßig zusätzliche Entsorgungskosten. Die SPD-Kreistagsfraktion hatte deshalb beantragt, ein kreisweites System für Windelabfallsäcke oder vergleichbare Entlastungsangebote zu prüfen.
„Für viele Familien und Menschen mit Inkontinenz sind die zusätzlichen Entsorgungskosten eine ganz konkrete Belastung. Deshalb müssen wir nach Lösungen suchen, anstatt das Problem einfach beiseitezuschieben“, erklärt Achim Tüttenberg, Kreistagsabgeordneter aus Troisdorf, der den Antrag angestoßen hat. Die RSAG hat darauf hingewiesen, dass ein Verzicht auf Abfallgebühren grundsätzlich nicht zulässig sei. Eine Ausnahme sei lediglich im Rahmen einer sogenannten Billigkeitsentscheidung nach den Vorgaben der Abgabenordnung möglich. Der soziale oder karitative Zweck allein reiche dafür jedoch nicht aus. „Auch der Hinweis auf den Arbeitsschutz überzeugt uns so noch nicht. Bereits heute gibt es Beistellsäcke, die zusätzlich gekauft werden können und von den Beschäftigten ebenfalls bewegt werden müssen. Wir sollten deshalb prüfen, ob beispielsweise die zusätzlichen Kosten für diese Beistellsäcke über den Rhein-Sieg-Kreis finanziert werden können. Das Problem besteht unabhängig davon weiter und wir werden uns dafür einsetzen, dass solche Möglichkeiten ernsthaft geprüft werden.“, fügte die Fraktionsvorsitzende Sara Zorlu abschließend hinzu.
SPD – Rhein-Sieg
Pressemitteilung vom 28. September ’26 um 16:13 h





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