Tipps für Eltern zum Tag der Kinderseiten
gemeinsam mit Kindern in die digitale Welt starten und im Gespräch bleiben
Rhein-Sieg-Kreis (hei) – Wann und wie kann mein Kind in die digitale Welt starten? Wann und wie kann mein Kind den richtigen Umgang mit Social Media erlernen? Anlässlich des Tags der Kinderseiten am 21. Oktober gibt es vom Kreisjugendamt Tipps für Eltern.
„Gemeinsam mit den Kindern starten, sie begleiten, gemeinsam geeignete Inhalte auswählen, im Gespräch bleiben, Regeln vereinbaren, Privatsphäre schützen, das sind die wichtigsten Dinge, um Kinder sicher an die digitale Welt heranzuführen. Kinder und Jugendliche sollten stark darin werden, sich selbst vor gefährlichen Einflüssen zu schützen“, darauf weist Beate Schlich, Leiterin des Kreisjugendamtes, hin.
Was heißt das konkret?
Gemeinsam mit den Kindern starten – geeignete Inhalte entdecken
Eltern sollten gemeinsam mit ihren Kindern Internetseiten, Apps und Spiele entdecken. Für die Auswahl der geeigneten Inhalte sind das Alter, der Entwicklungsstand des Kindes sowie die Qualität des Angebots wichtig. Es sollte nicht nur auf die Bildschirmzeit geschaut werden.
Im Gespräch bleiben
Wenn Eltern Interesse daran zeigen, was ihre Kinder online machen bleiben sie im Gespräch. So kann regelmäßig über positive oder unangenehme Erfahrungen gesprochen werden. Die Kinder bleiben mit ihren Erfahrungen nicht alleine, sondern lernen sich auszutauschen.
Gemeinsame Regeln vereinbaren
Wichtig ist es, mit den Kindern Regeln zu vereinbaren, wann und wie lange Medien und Handy genutzt werden und wann sie abgeschaltet werden. Auch ist es wichtig, mit den Kindern zu klären, welche Apps, Spiele, Medien genutzt werden, und was wie bestellt beziehungsweise gekauft werden kann.
Privatsphäre schützen
Kinder sollten früh lernen, persönliche Daten, Fotos, Aufenthaltsorte und andere private Informationen zu schützen und nicht unbedacht weiterzugeben.
Social Media besonders begleiten
Es sollte mit den Kindern genau besprochen werden, wann, welche und wie sie die großen Social-Media-Plattformen, wie zum Beispiel instagram, snapchat, tiktok oder facebook nutzen. Diese sind keine speziell für Kinder geschaffenen oder geschützten Räume. Die Altersgrenze eines Anbieters ist zudem nicht automatisch eine pädagogische Altersempfehlung.
Hilfe ermöglichen
Die Kinder sollten wissen, dass sie problematische Inhalte oder Kontakte blockieren und melden können. Sie sollten das Vertrauen haben, sich jederzeit an Eltern oder andere Vertrauenspersonen zu wenden – möglichst ohne Angst vor Vorwürfen oder einem sofortigen Medienverbot.
Kindergerechte Websiten
Kindergerechte Websiten sind unter anderem fragFINN , Internet-ABC , Seitenstark und auch logo! , KiKA , HanisauLand
Bei Fragen rund um Cybermobbing, Medien, Medienkompetenz, Mediensucht können sich Kinder und Jugendliche direkt an JUUUPORT , das vertrauliche und kostenlose Beratungsangebot für junge Menschen, wenden.
Informationen – nicht nur für Eltern – bieten klicksafe oder beispielsweise ZEBRA, das Informationsportal der Landesanstalt für Medien.
Passionate Protectors – Gegen Fake News, Gewalt und Cybercrime heißt die Initiative von Insa Backe, Moderatorin, Autorin, Journalistin, und Dirk Beerhenke, Kriminalhauptkommissar a.D., gefördert durch „WISSENschaf(f)tSPASS“ des Deutschen Museums Bonn. Sie richtet sich mit vielfältigen Angeboten wie Präventivshows, Aktionen und Podcasts, an Schulen, Kinder, Jugendliche und Eltern. „Digitale Medien gehören heute selbstverständlich zur Lebenswelt von Kindern. Ziel sollte daher nicht sein, Kinder grundsätzlich vom Internet fernzuhalten, sondern sie alters- und entwicklungsgerecht an eine sichere, kritische und selbstbestimmte Nutzung heran zu führen. Dabei können sie das Wichtigste lernen: Internet und Social Media so zu nutzen, dass sie sich selbst vor gefährdenden Einflüssen schützen können“, so Beate Schlich.
Rhein-Sieg-Kreis
Pressemitteilung Nr. 294 vom 15. Oktober ’26 um 15:45 h




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