Richtiges Verhalten bei Hitze

Richtiges Verhalten bei Hitze:
Tipps vom Kreisgesundheitsamt

Rhein-Sieg-Kreis (an) – Hitze macht vielen Menschen schwer zu schaffen, die hohen Temperaturen bringen den Körper in einen „Ausnahmezustand“. Nach der Hitzewelle am letzten Juni-Wochenende werden in den kommenden Tagen erneut extrem hohe Temperaturen erwartet.

„Die Blutgefäße erweitern sich, dadurch sinkt der Blutdruck, das Herz muss mehr pumpen, die Belastung des Herzens nimmt also zu“, erklärt Dr. Rainer Meilicke, Leiter des Gesundheitsamtes des Rhein-Sieg-Kreises. „Auch die Gefäße der Haut erweitern sich, um die Wärme abzuleiten. Die ´körpereigene Klimaanlage´ läuft auf Hochtouren und kurbelt zur Abkühlung die Schweißproduktion an.“

Wichtig ist, viel zu trinken
Das Kreisgesundheitsamt gibt Tipps, um den Körper bei dieser Schwerstarbeit zu unterstützen. Die allerwichtigste Regel lautet: viel Trinken, auch wenn man keinen Durst hat! An sehr heißen Tagen kann sich der normale tägliche Bedarf, das sind etwa 1,5 Liter, durchaus auch verdreifachen. Vor allem, wenn körperlich anstrengende Arbeiten erledigt werden müssen.

Wasser, Saftschorlen oder ungesüßte Tees sind am besten geeignet. Die Getränke sollten nicht eiskalt und reich an Natrium und Magnesium sein, denn so bekommt der Körper die durch das Schwitzen verlorenen Mineralstoffe zurück, ohne dass der Magen rebelliert. Kleine, leichte Mahlzeiten sind gut verträglich – ideal sind Gemüse, Salat und wasserreiches Obst.

Auf ältere und kranke Menschen achten
Da besonders ältere oder pflegebedürftige Menschen häufig zu wenig trinken, sollte man vulnerable Personen immer wieder zum Trinken auffordern. So kann einer Kreislaufschwäche und Verwirrtheitszuständen – als Folge einer Dehydrierung – vorgebeugt werden. Bei Menschen mit Herz- oder Nierenschwäche muss aber vorher mit dem Arzt abgeklärt werden, ob eine mögliche Begrenzung der Flüssigkeitszufuhr erforderlich ist.

Um eine für den Körper so gefährliche Überhitzung zu verhindern, dürfen weder Säuglinge und Kleinkinder noch andere besonders gefährdete Personen in einem abgestellten, unbelüfteten Fahrzeug allein gelassen werden – hier droht die Gefahr eines Hitzschlags.

Aber auch junge und gesunde Personen können bei Hitze gefährdet sein. Warnzeichen sind Schwindel, Schwäche, Übelkeit oder Erbrechen genauso wie Kurzatmigkeit sowie blasse oder gerötete Haut.

Im Schatten bleiben und Mittagshitze meiden
Um den Auswirkungen der hohen Temperaturen ein Stück weit zu entgehen, sollte man möglichst kühle und schattige Orte aufsuchen. Das können Wälder oder Parks sein oder auch Plätze direkt am Wasser, wo die Umgebung durch die Verdunstungskälte kühler sein kann. Auch sich kühl abzuduschen hilft, kühlende Arm- und Fußbäder sowie das Aufsprühen von Wasser auf die Haut wirken erfrischend. Wer bei den Temperaturen nicht auf Sport im Freien verzichten möchte, sollte sich weniger und langsamer als gewöhnlich bewegen und die Aktivitäten dabei auf morgens oder abends legen. Suchen Sie sich dafür schattige Plätze und tragen Sie leichte und luftige Funktionsbekleidung. Denn tagsüber sind nicht nur die Temperaturen, sondern auch die UV- und Ozonbelastung höher.


Rhein-Sieg-Kreis
Pressemitteilung Nr. 205 vom 28. Juli ’26 um 11:52 h

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