KI trifft Klimawandel

„KI trifft Klimawandel“
Schülerinnen aus dem Rhein-Sieg-Kreis im Deutschen Museum Bonn

Rhein-Sieg-Kreis (ps)Künstliche Intelligenz frisst Strom, Wasser und Ressourcen – hat aber auch großes Potenzial, einen wichtigen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz zu leisten. Im Rahmen des Projekts „GIRLS DO IT – Das Schülerinnen MINT-Jahr“ tauchten 19 Schülerinnen aus dem Rhein-Sieg-Kreis im Deutschen Museum Bonn tief in das Thema KI und Umwelt ein.

Einfach mal schnell ChatGPT oder Gemini fragen, wenn man eine Information sucht, Hilfe bei der Texterstellung braucht oder ein Bild bearbeiten möchte? Die Nutzung von KI-basierten Systemen ist kinderleicht und schon fast selbstverständlich geworden. Aber wie wirkt sich die Nutzung dieser Anwendungen eigentlich auf das Klima aus? Oder ist alles gar nicht so schlimm und KI kann sogar zu einem besseren Klimaschutz beitragen? Die Teilnehmerinnen des Schülerinnen-MINT-Jahres „GIRLS DO IT“, die jetzt im Deutschen Museum Bonn zu Gast waren, wollten es genauer wissen und tauchten mit dem Workshop „KI trifft Klimawandel“ tief in das komplexe Thema ein.

Gruppenbild
Rhein-Sieg-Kreis

Nach einer Einführung in die Grundlagen von KI beleuchteten die Teilnehmerinnen im Alter von 14-16 Jahren das komplexe Thema KI und Umwelt von verschiedenen Seiten: Einblicke in den ökologischen Fußabdruck von KI-Anwendungen und die möglichen Auswirkungen der Technologie auf das Klima standen ebenso auf dem Programm wie die Frage, was Künstliche Intelligenz für das Klima leisten kann. Die Schülerinnen lernten KI-Tools für die Analyse von Umweltproblemen kennen und verglichen bei einem kurzen „Außeneinsatz“ in der Natur anschließend verschiedene Apps zur Vogelstimmenerkennung in der Praxis.

Kreative Ideen für die Zukunft
Zum Abschluss waren die Schülerinnen dazu aufgerufen, eigene Zukunftsvisionen zu gestalten: Auf welche Weise könnte man KI noch einsetzen, um damit etwas für die Natur und die Umwelt zu tun? Da sprudelten die Ideen: Vom Müll-Scansystem für Flüsse über eine „Pestinator-App“ zur Erkennung von Pestizid-Rückständen auf Lebensmitteln bis hin zum Roboter, der nicht nur erkennt, wann eine Pflanze gegossen werden muss, sondern ihren Besitzer auch rechtzeitig daran erinnert, stellten die Teilnehmerinnen ihre beeindruckende Innovationsstärke unter Beweis.

Im Deutschen Museum
Rhein-Sieg-Kreis

Über »GIRLS DO IT – Das Schülerinnen MINT-Jahr«
Das Schülerinnen MINT-Jahr „GIRLS DO IT“ ist ein einzigartiges Projekt in Kooperation zwischen dem Regionalen Bildungsbüros/zdi-Netzwerk :MINT im Rhein-Sieg-Kreis und der Gleichstellungsstelle der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg. Es richtet sich an Schülerinnen der 8. bis 10. Klassen aller Schulformen aus dem Rhein-Sieg-Kreis, die ihre Begeisterung für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) entdecken und vertiefen möchten. Die Jugendlichen erhalten die Möglichkeit, ein Schuljahr lang praktische Erfahrungen in einer Umgebung Gleichgesinnter zu sammeln. Durch spannende Workshops, Exkursionen und Projekte können die Teilnehmerinnen die Vielfalt der MINT-Berufe kennenlernen, Vorurteile abbauen und ihre Talente in einer inspirierenden Umgebung entfalten. „Wir freuen uns über die große Resonanz, die das Projekt seit drei Jahren erfährt. So können Gesche Neusel, von der Gleichstellungsstelle der Hochschule Bonn Rhein-Sieg und ich jährlich etwa 80 Schülerinnen mit MINT-Themen erreichen“, berichtet Bettina Wallor, pädagogische Mitarbeiterin des Regionalen Bildungsbüros. „Es ist immer wieder eine große Freude, die Schülerinnen zu erleben, wie engagiert, neugierig und kritisch sie den aktuellen Themen der Zeit begegnen.“

Der Workshop „KI trifft Klimawandel“ wurde vom Deutschen Museum Bonn für das Projekt „GIRLS DO IT – Das Schülerinnen MINT-Jahr“ konzipiert. Das Format wird aktuell weiterentwickelt und soll im Laufe des kommenden Schuljahrs als regulär buchbares Workshop-Angebot zur Verfügung stehen. „Wir möchten die Menschen für den enormen Energieverbrauch durch KI sensibilisieren, ohne zu belehren und ebenso über die Möglichkeiten sprechen, den Ressourcenverbrauch mit Hilfe von KI zu reduzieren“, erläutert Dana Vlcek, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bereich Bildung und Vermittlung im Deutschen Museum Bonn. „Uns geht es immer um das Aufzeigen von Herausforderungen, aber auch Chancen durch KI.“


Rhein-Sieg-Kreis
Pressemitteilung Nr. 098 vom 01. April ’26 um 16:01 h

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