Bahn leidet an zu wenig Schiene:
SPD sieht Infrastruktur als größte Baustelle im Nahverkehr
Zum aktuellen Qualitätsbericht 2025 von go.Rheinland erklären die SPD-Vertreter des Rhein-Sieg-Kreises in der Verbandsversammlung von go.Rheinland, Michael Richter aus Sankt Augustin und Otis Henkel aus Wachtberg:
Michael Richter:
„Die Bahn leidet nicht an zu wenig Fahrgästen, sondern an zu wenig Schiene. Die vielen Baustellen zeigen, wie groß der Investitionsstau inzwischen geworden ist. Ich verstehe jeden, der sich über Baustellen ärgert. Aber noch mehr würden wir uns über eine Bahn ärgern, in die weiter nicht investiert wird. Die Baustellen sind kein Zeichen des Scheiterns, sondern die Voraussetzung dafür, dass die Bahn in Zukunft wieder zuverlässiger wird.
Der Qualitätsbericht zeigt zweierlei: Erstens wirken Investitionen. Weniger Zugausfälle, eine bessere Fahrzeugqualität und mehr verfügbare Kapazitäten sind ein Erfolg für die Fahrgäste. Andererseits wird aber auch deutlich, dass die Infrastruktur zum größten Bremsklotz für einen zuverlässigen Nahverkehr geworden ist. Die Züge fallen zwar seltener aus, kommen aber immer später an.
Gerade im Rhein-Sieg-Kreis sehen wir das am Beispiel der S13. Die Nachfrage nach einem starken Nahverkehr wächst, doch Planung und Ausbau halten oft nicht Schritt. Der Qualitätsbericht macht Mut, denn er zeigt: Wo investiert wird, sind Verbesserungen möglich. Was bei Fahrzeugen und Personal gelungen ist, muss jetzt auch bei der Infrastruktur gelingen.“
Otis Henkel:
„Für die Menschen in der Region Bonn/Rhein-Sieg sind 3 Minuten und 40 Sekunden durchschnittliche Verspätung keine Statistik, sondern verlorene Zeit im Alltag. Der neue Negativrekord zeigt: Zuverlässigkeit ist die entscheidende Währung des Nahverkehrs. Wer regelmäßig zu spät kommt oder Anschlüsse verpasst, verliert das Vertrauen in Bus und Bahn.
Gleichzeitig macht der Qualitätsbericht Mut. Weniger Zugausfälle, bessere Fahrzeuge und mehr verfügbare Kapazitäten zeigen, dass Verbesserungen möglich sind. Jetzt müssen wir diesen Erfolg auf die Infrastruktur übertragen.
Die anstehenden Korridorsanierungen werden für viele Fahrgäste noch einmal Geduld erfordern. Aber die Menschen werden diese Maßnahmen nicht daran messen, wie viele Kilometer Gleis erneuert wurden, sondern daran, ob ihr Zug danach pünktlicher fährt.“
SPD – Rhein-Sieg
Pressemitteilung vom 16. Juni ’26 um 13:42 h






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