Grundsteuer

Damit kein Geld verloren geht:
Warum Troisdorf die Grundsteuer anpassen muss

Die Städte und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen erhalten jedes Jahr viele Millionen Euro vom Land – sogenannte Schlüsselzuweisungen. Eine wichtige Grundlage für deren Berechnung ist die Höhe der Grundsteuer B in der jeweiligen Kommune.

In den vergangenen Jahren hat der Stadtrat mit seinen damaligen Mehrheiten gegen die Vorschläge des Troisdorfer Stadt-Kämmerers Horst Wende die Grundsteuer B in Troisdorf mehrfach gesenkt. Daher geht das Land in seinen Berechnungen davon aus, dass die Stadt gar nicht so viel an Schlüsselweisungen braucht, wie ihr eigentlich zusteht.

Bleibt die Grundsteuer so niedrig wie aktuell, dann verliert Troisdorf doppelt: Sie hat weniger eigene Einnahmen und bekommt weniger Geld vom Land.

Ganz konkret bedeutet das: Ohne eine Anpassung der Grundsteuer B verliert Troisdorf laut des städtischen Finanzmanagements im Jahr 2026 rund 4,2 Millionen Euro und ab 2027 jedes Jahr etwa 5,5 Millionen Euro. Dieses Geld fehlt dann in der Stadtkasse – und damit auch für wichtige Aufgaben vor Ort.

Horste Wende, der Kämmerer der Stadt, erklärt daher gegenüber dem Stadtrat, dass es „zwingend erforderlich“ sei, die Grundsteuer auf 640 Punkte zu erhöhen. Letztlich liegt die Entscheidung über die Anpassung der Grundsteuer B beim Stadtrat.

Bürgermeister Alexander Biber stellt fest: „Die gesetzlichen Vorgaben des Landes NRW sind eindeutig: Wenn wir die Grundsteuer B nicht auf den von der Landesregierung festgelegten Wert erhöhen, gehen unserer Stadt für den zur Entscheidung anstehenden städtischen Haushalt 9,7 Millionen Euro verloren. Dieses Geld brauchen wir dringend, um unsere gute Infrastruktur mit sicheren Straßen, modernen Schulen, gepflegten Spielplätzen, attraktiven Sportanlagen und einem starken sozialen und kulturellen Angebot zu erhalten.“

Biber tritt weiterhin dafür ein, sorgfältig mit dem Geld umzugehen, das die Stadt zur Verfügung hat. „Als Beispiel nenne ich die Sanierung der Josef-Schumacher-Halle in Altenrath. Hier liegt ein fertiges Sanierungskonzept auf dem Tisch. Wir können bis zu 10 Millionen Euro sparen, wenn wir die Halle im Herzen des Ortes sanieren, statt sie auf der grünen Wiese außerhalb des Ortes neu zu bauen.“


Stadt Troisdorf
Pressemitteilung 029/2026 vom 20. Januar ’26 um 18:06 h

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