Sicherheitsempfehlungen zur Asiatischen Tigermücke im Rhein-Sieg-Kreis
Rhein-Sieg-Kreis (an) – Nachdem es im vergangenen Jahr in Königswinter und Meckenheim zwei bestätigte Funde der Asiatischen Tigermücke gab, ruft das Gesundheitsamt des Rhein-Sieg-Kreises erneut alle Bürgerinnen und Bürger dazu auf, die Ausbreitung der Asiatischen Tigermücke mit geeigneten Maßnahmen zu verhindern.
Die Asiatische Tigermücke ist klein und auffällig gemustert. Sie hat einen schwarzen Körper mit weißen Längsstreifen, ihre Beine sind schwarz mit fünf weißen Ringen. Im Gegensatz zu vielen heimischen Arten ist sie am Tage aktiv und sehr stechfreudig. Dadurch wird sie beim Aufenthalt im Freien als sehr lästig empfunden.

Björn Pluskota, KABS e.V.
Überträger von Infektionskrankheiten
Die Tigermücke gilt als potentieller Überträger von Krankheitserregern wie dem Dengue-, Zika- oder Chikungunya-Virus. Die Erkrankungen kommen bei Urlauberinnen und Urlaubern vor, die aus Gebieten zurückkehren, in denen die genannten Viruserkrankungen verbreitet sind.
In Deutschland gibt es laut Robert Koch-Institut (RKI) bislang keinen bestätigten Fall, bei dem eine der genannten Erkrankungen durch einen Stich der Tigermücke über-tragen wurde. Eine unmittelbare Gesundheitsgefahr besteht daher im Rhein-Sieg-Kreis derzeit nicht!
Allerdings versucht der Rhein-Sieg-Kreis die Ausbreitung der Tigermücke zu verhindern oder zumindest deutlich zu verlangsamen, hierfür braucht er die Unterstützung von den Bürgerinnen und Bürgern. Alle können mithelfen, indem mögliche Brutstätten für die Tigermücke beseitigt werden oder nicht entstehen.
Maßnahmen zur Eindämmung der Tigermücke
Die Tigermücke legt ihre Eier von April bis Oktober bevorzugt in kleinsten Wasseransammlungen ab. Ideale Brutstätten sind beispielsweise Blumentopfuntersetzer, Tiertränken, Gießkannen, Eimer, Regentonnen, Regenrinnen, alte Autoreifen, Verpackungsmüll oder herumliegendes Kinderspielzeug.
Der beste Schutz ist, mögliche Brutstätten zu beseitigen. Diese einfachen Maßnahmen können die Ausbreitung der Tigermücke eindämmen:
- Gießkannen, Eimer, Untersetzer regelmäßig leeren
- Regentonnen mit einem Mückennetz abdecken
- Dachrinnen reinigen
- Vogeltränken 1x wöchentlich säubern
Meldung von Verdachtsfällen
Um potenzielle Ausbreitungsherde frühzeitig zu erkennen, ruft das Gesundheitsamt des Rhein-Sieg-Kreises dazu auf, Funde der Tigermücke unter tigermuecke@rhein-sieg-kreis.de zu melden.
Am besten werden Fotoaufnahmen aus mehreren Perspektiven gemacht. Die Mücke kann auch (falls möglich) in ein kleines Gefäß verpackt werden. Dazu eignet sich beispielsweise eine Streichholzschachtel. Bei der Meldung sollten Fundort und Datum angegeben werden. Gefangene Mücken können zu Bestimmung direkt an den Mückenatlas gesendet werden: https://mueckenatlas.com/mueckenjaeger-werden
Das Projekt ZEMEKI des Robert Koch-Instituts führt eine Zecken- und Mücken-Erkennung mit Hilfe von künstlicher Intelligenz durch und kartiert die Funde. Hier können sich ebenfalls alle Bürgerinnen und Bürger beteiligen und Fotos mit Fundorten hochladen: https://de.observation.org/species/ZEMEKI/observations/?view_type=as_map Weitere Informationen unter www.rhein-sieg-kreis.de/tigermuecke
Rhein-Sieg-Kreis
Pressemitteilung Nr. 177 vom 26. Juni ’26 um 12:06 h





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