Gewerkschaft NGG rät: In den nächsten Wochen Startphase ins Berufsleben nutzen
Rhein-Sieg-Kreis bietet 873 freie Ausbildungsplätze – auch Hotels und Restaurants suchen noch 21 Auszubildende
Gestern Schule, heute Ausbildung: Zum Start des neuen Ausbildungsjahres registriert die Arbeitsagentur noch 873 offene Ausbildungsplätze im Rhein-Sieg-Kreis. Darunter sind 21 freie Ausbildungsplätze in Hotels, Restaurants und Gaststätten. Die Lebensmittelindustrie im Rhein-Sieg-Kreis sucht 61 Auszubildende. Und auch Bäckereien bieten noch 47 Jugendlichen eine Ausbildung – am Backofen genauso wie am Verkaufstresen. Darauf hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hingewiesen.

„Wer noch keine Ausbildung hat, sollte die nächsten Wochen als Startphase ins Berufsleben nutzen. Die meisten Betriebe sind da flexibel: Die Ausbildung muss nicht pünktlich am 1. August anfangen. Auch im September und selbst im Oktober geht da oft noch was“, sagt Marc Kissinger. Der Geschäftsführer der NGG Köln rät Jugendlichen, nicht auf Gelegenheitsjobs zu setzen, sondern auf einen Ausbildungsvertrag: „Wer sich in Betrieben später weiterentwickeln will, der braucht eine solide Ausbildung als Fundament. Die 3 Jahre Ausbildung sind gut investiert“, so Kissinger.
Entscheidend sei allerdings, beim Ausbildungsbetrieb genau hinzugucken: „Das Geld, das ein Auszubildender verdient, muss passen. Dabei ist es wichtig, sich für einen Betrieb zu entscheiden, der Tariflöhne zahlt“, so Marc Kissinger. Außerdem sollten Auszubildende darauf achten, dass es eine Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV) gebe.
„Das ist eine Art ‚Jugend-Betriebsrat‘, der sich für die Interessen der jungen Belegschaft stark macht und zum Beispiel darauf achtet, dass der Rahmenplan für die Ausbildung auch eingehalten wird. Der ist wichtig, damit Auszubildende nicht ausgenutzt werden. Denn was bringt es, wenn man mit Arbeiten zugeschüttet wird, die mit der Ausbildung selbst wenig oder nichts zu tun haben?“, so Marc Kissinger.
So sollten angehende Bäckereifachverkäuferinnen darauf achten, nicht nur „zum Brötchenschmieren im Hinterzimmer“ abgestellt zu werden. „Sie müssen vor allem in den Verkauf und an die Kasse. Denn zur Ausbildung für eine Bäckereifachverkäuferin gehört auch der kaufmännische Teil“, sagt Marc Kissinger von der NGG Köln.
NGG-Region Köln
Pressemitteilung vom 06. August ’26 um 08:54 h





Users Today : 265
Views Today : 345
Who's Online : 13