Ramadan-Gruß

Ramadan-Gruß
Für Mitgefühl, Solidarität und Versöhnlichkeit

 

Vertreterinnen und Vertreter der christlichen Kirchen in der Region Bonn, Rhein-Sieg und Euskirchen senden den Menschen muslimischen Glaubens zum Beginn des Fastenmonats einen Ramadan-Gruß. Darin wünschen sie eine „gesegnete Zeit der Besinnung, der Gemeinschaft und Gottes Segen“. Der Superintendent und der Stadtdechant von Bonn, die Superintendentinnen von Bad Godesberg-Voreifel sowie An Sieg und Rhein sowie Euskirchens Kreisdechant nehmen Bezug darauf, dass Ramadan und Passionszeit in diesem Jahr gleichzeitig beginnen. Beide Religionen richteten ihren Blick in dieser besonderen Zeit auf die Menschen, „die unser Mitgefühl und unsere Hilfe brauchen“. In dem Gruß nehmen die Geistlichen Kriege und Krisen in den Blick und versichern die christlich-muslimische Gemeinsamkeit: „Unser Handeln macht einen Unterschied, wir können alle jeden Tag dazu beitragen, dass die Welt besser wird.“ Dem Hass und dem Unrecht ließen sich Mitgefühl, Solidarität, Freundlichkeit und Versöhnlichkeit entgegensetzen. 

Liebe muslimische Mitbürgerinnen und Mitbürger,
zum Beginn des Fastenmonats Ramadan möchten wir Ihnen herzlich gratulieren. Wir wünschen Ihnen in Ihren Gemeinden, in Ihren Familien und Freundeskreisen eine Zeit der Besinnung und der Gemeinschaft und Gottes Segen.

In diesem Jahr fällt die Zeit des Ramadans mit der Passionszeit zusammen, auch bei uns eine Zeit des Fastens und der Besinnung, in der wir uns in den christlichen Kirchen auf Ostern vorbereiten. In der Passionszeit richten wir unsere Gedanken auf das Leid der Welt. Der Ramadan ist ebenso eine Zeit, in der die Menschen in den Blick kommen, die unser Mitgefühl und unsere Hilfe brauchen.

In der heutigen Zeit erleben wir Kriege, vielfältige Krisen und politische Entwicklungen, die die Demokratie beschädigen und die Gleichheit aller Menschen in Frage stellen. Scheinbar wird alles immer schlimmer und bedrohlicher, Lösungen sind nicht in Sicht. Dies kann zu Resignation und Ohnmacht führen. Dabei kann es schnell geschehen, dass wir vergessen, wie wichtig wir als einzelne Menschen sind, jede und jeder von uns. Unser Handeln macht einen Unterschied, wir können alle jeden Tag dazu beitragen, dass die Welt besser wird. Unser Glaube, sei er muslimisch oder christlich, gibt uns Orientierung, unser Miteinander zu gestalten: Mitgefühl und Solidarität mit Menschen, die leiden, Freundlichkeit und Versöhnlichkeit, Widerspruch gegen menschenverachtendes Verhalten: All das können wir täglich dem Unrecht, dem Hass und der Gewalt entgegensetzen, an unserem Arbeitsplatz, in der Schule, in unseren Gemeinden und Nachbarschaften.

ls gläubige Menschen sehen wir uns als Geschöpfe Gottes. Er hat uns unser Leben gegeben und damit auch den Auftrag, Leben zu schützen und zu bewahren. Lassen Sie uns dies immer wieder gemeinsam bedenken und danach handeln. Denn unser Handeln kann den Unterschied machen.
In diesem Sinne wünschen wir Ihnen: Ramadan Mubarak!

Superintendent Dietmar Pistorius, Evangelischer Kirchenkreis Bonn
Superintendentin Claudia Müller-Bück, Evangelischer Kirchenkreis Bad Godesberg-Voreifel
Superintendentin Almut van Niekerk, Evangelischer Kirchenkreis An Sieg und Rhein
Stadtdechant Msgr. Dr. Markus Hofmann, Katholisches Stadtdekanat Bonn
Kreisdechant Guido Zimmermann, Kreisdekanat Euskirchen


Evangelischer Kirchenkreis An Sieg und Rhein
Pressemitteilung vom 12. Februar ’26 um 10:57 h

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