Wohnraum

Nachhaltiger und bezahlbarer Wohnraum
– Troisdorfer GRÜNE diskutierten mit MdL Arndt Klocke


Wie können wir in Troisdorf in Zukunft bezahlbar und dabei auch nachhaltig wohnen? Diese Frage beschäftigte die GRÜNE Fraktion im Troisdorfer Stadtrat am vergangenen Donnerstag. Um sie zu diskutieren, hatte sie interessierte Parteimitglieder und hohen Besuch eingeladen: Arndt Klocke, Abgeordneter der GRÜNEN im Landtag NRW und dort Sprecher für den Bereich Bauen und Wohnen, schaute vorbei, die Novelle zur Landesbauordnung gleich im Gepäck. Der Landtagsabgeordnete für Köln-Ehrenfeld und Nippes brachte nicht ohne Stolz die Inhalte vor, die die Fraktion in der schwarz-grünen Landesregierung durchsetzen konnte.

MdL Arndt Klocke und GRÜNEN-Fraktionsvorsitzender Thomas Möws diskutierten über nachhaltigen und bezahlbaren Wohnungsbau in Troisdorf. (Foto: Haubrichs)

Wie in Berlin, so seien auch in Düsseldorf die GRÜNEN eine treibende Kraft in der Regierung. „Man kann in einer Koalition sicher nicht alles umsetzen, aber wir haben viele wichtige Projekte angestoßen“, sagt Klocke beispielsweise über den öffentlich geförderten Wohnungsbau, der auch für Troisdorf von Interesse ist. Denn auf Betreiben der GRÜNEN Fraktion im Stadtrat soll bald eine gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft mit zwei Millionen Euro Eigenkapital ausgestattet werden, um nachhaltigen, sozialen Wohnungsbau umzusetzen.

Durch die neue Landesbauordnung und die gestiegene Wohnraumförderung seien bei allgemein sehr schwieriger Marktlage wichtige politische Impulse gesetzt. „Für Bauindustrie wie die Architekten ist jetzt vor allen Dingen Planungssicherheit wichtig. Diese bieten wir in NRW“, betonte Klocke.

Derzeit blockiere in Berlin Justizminister Marco Buschmann noch die Mietpreisbremse, und so fahndet man in der GRÜNEN Fraktion im Landtag nach Möglichkeiten, den Bürgern trotzdem zu helfen. Etwa, indem man die Förderung bei der Sanierung von Altbauten vereinfacht. „Wir schauen auch auf die Umwidmung nicht mehr genutzter Industrieflächen“, sagte Klocke. „Zudem sollen die Städte die Möglichkeiten zur Flächenbewirtschaftung nach Erbpacht stärker nutzen können. Insgesamt werden wir in NRW bis 2027 neun Milliarden Euro Wohnraumförderung ausschütten, bei der schwierigen Haushaltslage ein großer Erfolg.“

Durch die Digitalisierung von Abläufen und der Baugenehmigungen soll die im letzten Jahr in NRW um 30 Prozent zurückgegangene Zahl an Baugenehmigungen wieder angekurbelt werden. Eine Solarverpflichtung für Neubauten und künftig auch bei großen Sanierungen, weniger Abstand für Wärmepumpen auf Nachbargrundstücke sowie ein deutliches Verbot der Schottergärten sind laut Klocke wirksame GRÜNE Impulse in der Novelle der Landesbauordnung. Der Troisdorfer Fraktionsvorsitzende Thomas Möws hatte ein paar Zahlen mitgebracht, die belegen, dass die Mieten in Troisdorf hoch seien, neben den hohen Preisen machen Familien auf der Suche nach Eigentum auch die gestiegenen Zinsen zu schaffen. „Wir hoffen, dass wir mit der Wohnungsbaugesellschaft neue Wege einschlagen können. Auch hier in Troisdorf gibt es schon sehr positive Beispiele, wie nachhaltiges und gleichzeitig bezahlbares Bauen funktionieren kann.“

Das wollen die GRÜNEN weiter fördern. Fast zwei Stunden ging die Diskussion mit MdL Arndt Klocke, der unter anderem auf das Programm der NRW-Bank „Jung kauft alt“ hinwies und betonte, die Auswirkungen der Grundsteuerreform auf die privaten Haushalte abfedern zu wollen. „Wir haben uns da schon ein paar Ideen überlegt. Wir wollen nicht, dass die ohnehin angespannte Situation auf dem Wohnungsmarkt sich noch verschlimmert.“


Grüne – Troisdorf

Pressemitteilung vom 08. März 2024, 14:08 h

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