Sechs Tage

Städtepartnerschaftsverein: 
Sechs Tage im August –
mit dem Städtepartnerschaftsverein in Redcar & Cleveland

Direkt nach der Landung auf dem Flughafen von Newcastle im Norden von England begrüßten die Bürgermeisterin von Redcar & Cleveland, Ceri Cawley, und der Städtepartnerschaftsverein von Redcar & Cleveland mit der Vorsitzenden Rosemary Hicks ihre Gäste bei einem Empfang im Rathaus. Dieses Treffen im Rathaus der Partnerstadt von Troisdorf war der Auftakt des sechstägigen Besuchs des Städtepartnerschaftsvereins Troisdorf in Nordengland. Auch Troisdorfs Bürgermeister Alexander Biber hatte die Gelegenheit wahrgenommen, bei diesem Empfang mit dabei zu sein. Es sollten für die mehr als 20 Teilnehmerrinnen und Teilnehmer mehrere spannende und sehr schöne Tage auf der Insel werden.

Die Vorstände der Partnerschaftsvereine und Bürgermeisterin Cawley
So schmeckt Städtepartnerschaft!

Die meisten Mitglieder des SPV wurden wieder in Gastfamilien untergebracht, einige wählten ein Hotel direkt an der Küste der Nordsee im Ort Redcar. Der folgende Tag, ein Samstag, war dann der „free day with hosts“ und alle machten entweder mit ihren Gastfamilien oder auf eigene Initiative Ausflüge in der Region.

Bereits am ersten Tag des Programms standen Weltgeschichte und auch ein Ort der Weltliteratur auf dem Programm. In der hübschen Hafenstadt Whitby konnte man das Haus von James Cook besuchen, der durch seine drei jeweils drei Jahre währenden Reisen in den Pazifik zwischen 1768 und 1779 weltberühmt wurde. In Whitby erlernte er das Handwerk eines Seemannes. Das Haus ist heute ein Museum und vermittelt Eindrücke von den Reisen. Aber in Whitby legte auch der Schoner „Demeter“ an, der aus dem Hafen von Varna am Schwarzen Meer ausgelaufen war. Die Besatzung verschwand auf der Fahrt spurlos … Graf Dracula war auf den Britischen Inseln angekommen. Der Autor seiner Geschichte, Bram Stoker, hatte 1890 auch eine Zeit in Whitby verbracht. Die hoch aufragenden Ruinen von Whitby Abbey beindrucken auch heute noch ungemein.

Tag drei führte die Gruppe nach Windermere ganz im Westen Englands. Auf dem Lake Windermere, mit dem größten See des Landes, gab es eine Bootsfahrt. 

Am vorletzten Tag der Reise ging es durch die Heidelandschaft des North York Moor Nationalparks nach Hutton-le-Hole. Hier leben nur rund 150 Menschen, aber das kleine Dorf gilt als eines der schönsten im Vereinigten Königreich. Wenn man eine Vorstellung des Dorflebens in England haben möchte, dann hier. Dort befindet sich auch das Ryedale Folk Museum. Auf einem Spaziergang kann man eine Zeitreise in das England der Queen Victoria des 19. Jahrhunderts unternehmen.

Am Abend des vorletzten Tages versammelten sich Gäste und Gastgeber zur Evening Celebration. Im Verlauf des Abends warf der Vorsitzende des Städtepartnerschaftsvereins, Heinz-Peter Albrings, in seiner Ansprache einen Blick in die Geschichte. Dabei schlug er den Bogen von 1946 bis in die Gegenwart. Vor 80 Jahren erfolgte mit Beschluß der Regierung in London die Gründung des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen am 23. August 1946. Im Gepäck als Gastgeschenk hatte der Vereinsvorsitzende drei jeweils 2,5 kg schwere Tafeln Schokolade im Format von ca. 40 x 30 cm, hergestellt von der Konditorei Ley in Spich. Auf den Tafeln lautete die Aufschrift „1946 – 2026 – 80 years. UK -NRW Thank you“. Dazu waren auch die Wahrzeichen der Partnerstädte, Burg Wissem und der Edward VII. Memorial Clock Tower, in weißer Schokolade dargestellt. Albrings betonte besonders die langwährende Freundschaft seit der Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunden 1990. Dazu hob er hervor: „Unser NRW gibt es seit 80 Jahren, unsere Partnerschaft mit Redcar & Cleveland seit mehr als 35 Jahren. Wir haben enge Beziehungen in das Vereinigte Königreich. Wir wollen unsere Freundschaft pflegen, festigen und für die Zukunft sichern. Die direkten Treffen der Menschen untereinander sind die Grundbausteine für ein friedliches und freies Europa.“ Europa beginnt mit den Partnerschaften und den Menschen vor Ort.


Stadt Troisdorf
Pressemitteilung vom 25. August ’26

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