Piccolo

Kunsthaus Troisdorf:
Piccolo – Kleine Formate ganz groß

Die Ausstellung „Piccolo“ im Kunsthaus Troisdorf zeigt die Arbeit von 13 Künstler*innen aus Deutschland und widmet sich dem kleinen Format in der Gegenwartskunst. Mit dabei sind Werke von Laurence Egloff, Ulrike Gohla, Friederike Graben, Angela Haake-Weiler, Jens Hunger, Gudrun Klebeck, Sevda Koch, K.P. Kremer, Birgit Leinemann, Paolo Leone, Sam Melser, Andreas Rein und Tomoko Sato.

Ausstellung

Die Ausstellung ist bis zum 8. Februar 2026 jeweils samstags von 15 bis 18 Uhr und sonntags von 11 bis 14 Uhr sowie nach telefonischer Vereinbarung unter Tel. 02241/1261581 zu sehen. Die Finissage findet am 8.2.2026 um 11:30 Uhr statt.

Zur Eröffnung am 11. Januar sprachen Kulturdezernentin Tanja Gaspers und Kunsthistoriker Stefan Moll, der zu den Ausstellenden eine detailreiche Einführung gab.

So betonte Stefan Moll, dass sich Laurence Egloffs meist abstrakte, gestische Malerei durch einen brüchig-spröden Malduktus und eine spontane Ausdruckskraft auszeichne, die teils auch figurative Assoziationen erlaube.

Über Ulrike Gohla sagte er, ihre Werke aus der Reihe „Masken“ wirkten wie eine Verbindung aus klar-strukturierter Grafik und gespensterhaft leerer Darstellung von Augen, wodurch sie eine kühle, maskenhafte Wirkung entfalteten.

Friederike Grabens Aquarelle zeigten mit lasierender Charakteristik und Leichtigkeit sowie expressiven Farbverläufen die Strahlkraft freier Malerei.

Angela Haake-Weiler Arbeiten aus unkonventionellen Materialien wie Trocknerflusen oder Kunststoffborsten demonstrierten Experimentierfreude und eröffneten neue Ausdrucksformen jenseits klassischer Maltechniken.

Jens Hungers detailreiche Tuschezeichnungen beschrieb er als Mischung aus surrealen Cartoons und figurativen Szenen, in denen das Verhältnis zwischen Menschen und Tier thematisiert werde.

Die Malerei von Gudrun Klebeck sei eine Auseinandersetzung mit der Geschichte der Fotografie; ihre mit Sprühdosen gestalteten „Spraygramme“ reduzierten die Härte der Motive und schufen neue Linienstrukturen.

Sevda Koch greife das klassische Stillleben auf, verfremde es jedoch durch unvollständige Darstellungen und gedämpfte Farbigkeit, wodurch eine geheimnisvolle Rätselhaftigkeit entstehe.

K.P. Kremer verwende Schnittmuster als Grundlage für farbige, grafisch strukturierte Collagen, die eine klare tektonische Ordnung erkennen ließen.

Zu Birgit Leinemann bemerkte Stefan Moll, ihre dezenten, farblich zurückhaltenden Werke lägen zwischen Figuration und Abstraktion und lüden durch fragmentarische Gesichtsdarstellungen zum Interpretieren ein.

Paolo Leone kombiniere Fotografie und Malerei zu runden Porträts mit biografischen Bezügen, die durch Holz- und Mineralstrukturen Raum für persönliche Deutung böten.

Sam Melser vielschichtige, farbkontrastreiche Malerei spiele mit Abstraktion und Formenvielfalt, wodurch Betrachter eigene figurative Assoziationen entwickeln könnten.

Andreas Reins Landschaftsgemälde seien ein Beispiel für die Nähe zwischen gegenständlicher und farbaufgelöster Malerei, die durch kurze, pastose Pinselsetzungen lebendig werde.

Tomoko Satos zurückhaltende, nebelhafte Malerei wurde von Stefan Moll als Ausdruck freier Kunst beschrieben, deren Linienstrukturen Kontraste und Tiefenwirkung erzeugten.


Stadt Troisdorf
Pressemitteilung 027/2026 vom 21. Januar ’26 um 09:28 h

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