Handlungskonzept Wohnen

Stellungnahme des Bündnis Wohnen Bonn zum Handlungskonzept Wohnen

Bonn – Viel Licht, aber auch Schatten erkennt das Bündnis Wohnen Bonn – der Zusammenschluss von DGB, Deutscher Mieterbund, AWO, Caritas, Diakonie und Paritätischer in der Bundesstadt – beim jüngst durch die Stadtverwaltung vorgelegten Entwurf eines „Handlungskonzepts Wohnen“ für Bonn. Zwar sei es zu begrüßen, dass die Verwaltung gemeinsam mit Akteuren der Wohnungswirtschaft endlich ein Strategiepapier vorgelegt habe, dass die wesentlichen Probleme des erschöpften Bonner Wohnungsmarkts adressiert und Instrumente beschreibt, mit denen diese Probleme angepackt werden bzw. werden sollen. Allerdings bleibt das Konzept an vielen Stellen unpräzise, und verlässliche Zielkennzahlen fehlen.

Daher legen die Bündnispartner nun eine gemeinsame Stellungnahme vor (s. Anlage), mit der das Bündnis nochmals bekräftigt, dass Wohnen ein Grundbedürfnis und Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge ist. Die Bewältigung der Wohnungsfrage in Bonn erfordert eine aktive kommunale Wohnungspolitik, die Neubau, Bestandsschutz und soziale Verantwortung gleichermaßen in den Mittelpunkt stellt.

Im Einzelnen kommentieren die Bündnispartner:

Katja Dörner, Vorsitzende Deutscher Mieterbund Bonn/Rhein-Sieg/Ahr e.V.: „Der massive Wegfall von Mietpreisbindungen in den kommenden Jahren gehört zu den dramatischsten Herausforderungen mit Blick auf  bezahlbares Wohnen in der Stadt. Es ist daher gut, dass das Handlungskonzept dieses Thema besonders fokussiert. Wir erwarten nun, dass hieraus auch konkrete, messbare Ergebnisse folgen.“  

Rainer Bohnet, stellv. Vorsitzender DGB Bonn: „Wohnen ist ein Menschenrecht und wir müssen erheblich schneller werden. Ich hoffe sehr, dass der Bau-Turbo in Bonn und der Region zündet.“

Barbara König, Geschäftsführerin AWO Bonn/Rhein-Sieg: „Wohnen ist ein Grundrecht und gehört zur öffentlichen Daseinsvorsorge, deshalb muss Bonn eine aktive Wohnungspolitik mit mehr gefördertem Wohnraum, starkem Mieterschutz und wirksamer Prävention von Wohnungslosigkeit verfolgen.“

Jean-Pierre Schneider, Direktor Caritasverband für die Stadt Bonn: „Wir begrüßen ein umfassendes und verbindliches Handlungskonzept sehr. – Nun kommt es aber darauf an, wirklich die nötige Energie und die erforderlichen Ressourcen aufzubringen, damit es schnell gegen die tägliche dramatische Not am Bonner Wohnungsmarkt wirkt.“

Tobias Köhler, Geschäftsführer Diakonisches Werk Bonn und Region: „Wir merken die Brisanz des desolaten Wohnungsmarkts in allen unseren Einrichtungen und Diensten. Sowohl diejenigen, die Rat und Hilfe suchen haben keine Chance etwas zu finden, aber ebenso unsere Mitarbeitenden. Die Lage ist prekär, deshalb müssen die Maßnahmen so deutlich spürbar sein.“

Manfred Becker, Der Paritätische Bonn: „Der Paritätische Bonn befürwortet besonders eine noch mehr zu verstärkende Schaffung von und Zugang zu preiswertem Wohnraum für Menschen und Gruppen, die am derzeitigen Wohnungsmarkt besonders benachteiligt sind.“


Deutscher Mieterbund Bonn/Rhein-Sieg/Ahr e.V.
Pressemitteilung vom 25. Juni ’26 um 11:20 h



Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert