Bankrotterklärung deutscher Verkehrspolitik
FDP Troisdorf fordert nach Vollsperrung der Bonner Nordbrücke Sofortmaßnahmen und einen beschleunigten Zeitplan für den Ersatzneubau
Troisdorf, 3. Juni 2026. Seit 15.00 Uhr ist die Bonner Nordbrücke (A565) für den gesamten Verkehr in beide Richtungen voll gesperrt. Auslöser sind neue Risse, die bei aktuellen Prüfungen am Tragwerk der maroden Brücke entdeckt wurden. Betroffen ist der Abschnitt zwischen dem Autobahnkreuz Bonn-Nord und dem Autobahndreieck Bonn-Nordost. Die FDP Troisdorf fordert eine sofortige gemeinsame Krisensitzung von Bund, Land, des Rhein-Sieg-Kreises und der Stadt Bonn um einen beschleunigten Zeitplan für den Ersatzneubau aufzusetzen.
„Was wir hier erleben, ist die Folge einer schlafwandlerischen Verkehrspolitik der vergangenen Jahrzehnte“ so der stellvertretende Vorsitzende der Troisdorfer FDP Tobias Kollmorgen. „Die Nordbrücke ist nur der Beginn eines drohenden Brückenkollaps in unserer Region. Was zunächst Schüler, LKWs und Lieferketten betroffen hat, wirkt sich nun auf alle Menschen in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis aus“.
Bereits im vergangenen Jahr wurde die Nordbrücke für den Schwerlastverkehr gesperrt. Die Fraktionen mit Beteiligung der FDP aus Troisdorf, Niederkassel und dem Kreis hatten damals vor allem auf eine Lösung für den Schulbusverkehr gedrängt.
„Wenn zuständige Instanzen 14 Tage benötigen, um Ergebnisse der Untersuchung vorzulegen, scheint der Ernst der Lage nicht erkannt zu sein“, so der stellvertretende Vorsitzende weiter. „Unsere Stadt steht im Zentrum diverser Großbaustellen. Wir brauchen eine tragfähige Nordbrücke in den nächsten 1-2 Jahren und nicht in den 2030ern.“
FDP
Pressemitteilung vom 03. Juni ’26 um 17:14 h






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