Kehrtwende

„Ein nicht enden wollender Albtraum“:
SPD kritisiert erneute Kehrtwende der SWB

Rhein-Sieg-Kreis – Das am Freitag freigegebene erste Fahrzeug der B-Wagen-Reihe ist bereits wieder außer Betrieb. Weitere Freigaben wurden kurzfristig ausgesetzt. Für den Schulstart stehen damit nur die K5000-Fahrzeuge und drei von der KVB geliehene Bahnen zur Verfügung.

Die Linie 66 verkehrt künftig nur noch zwischen Vilich und Bonn Hauptbahnhof. Auf dem übrigen Abschnitt fahren Busse im Ersatzverkehr. Damit ist der rechtsrheinische Rhein-Sieg-Kreis ab Montag vollständig vom Stadtbahnverkehr abgeschnitten.

Dazu erklärt Michael Richter, SPD-Fraktionsgeschäftsführer und Kreistagsmitglied aus Sankt Augustin:
„Man kommt aus dem Kopfschütteln nicht mehr heraus. Am Freitag wird die Freigabe als Meilenstein verkündet, am Montag ist das Fahrzeug bereits wieder außer Betrieb. Sicherheit muss selbstverständlich Vorrang haben. Für Pendlerinnen und Pendler ist die Situation aber nur noch ein nicht enden wollender Albtraum. Dass Bad Honnef, Königswinter, Sankt Augustin und Siegburg ab Montag vom Stadtbahnverkehr abgeschnitten sind und die Öffentlichkeit davon erst am Vorabend erfährt, ist schlicht nicht hinnehmbar.

Erneut haben sich die Ankündigungen der Stadtwerke als nicht belastbar erwiesen. Das muss irgendwann auch personelle Konsequenzen für die Verantwortlichen nach sich ziehen.“

Otis Henkel, SPD-Kreistagsmitglied aus Wachtberg und Mitglied der Gesellschafterversammlung der SSB, ergänzt:
„Wenn schon keine Stadtbahnen fahren, müssen sich die Menschen wenigstens auf die digitalen Fahrgastinformationen verlassen können. Doch selbst Ausfälle und Ersatzverkehre werden in den Apps teilweise nicht korrekt angezeigt. Das ist das absolute Minimum, das funktionieren muss.

Im gesamten rechtsrheinischen Rhein-Sieg-Kreis fährt ab Montag keine einzige Stadtbahn mehr. Dass es dazu gekommen ist und diese Information erneut so kurzfristig erfolgt, ist nur noch blamabel. Wir erwarten weiterhin tägliche Informationen zum Zustand der Fahrzeuge und endlich einen belastbaren Zeitplan. Auch schlechte Nachrichten müssen transparent kommuniziert werden.“


SPD – Rhein-Sieg
Pressemitteilung vom 01. September ’26 um 17:56 h

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