SPD-Kreistagsfraktion kritisiert SWB-Kommunikation in der Stadtbahnkrise scharf
Rhein-Sieg-Kreis – Die Stadtwerke Bonn haben heute mitgeteilt, wie der Stadtbahnverkehr in Bonn und im Rhein-Sieg-Kreis in den kommenden Tagen organisiert werden soll. Anlass ist die bevorstehende Rückgabe der KVB-Leihfahrzeuge nach Köln. Dazu erklärt Michael Richter, SPD-Fraktionsgeschäftsführer und Kreistagsmitglied aus Sankt Augustin:
„Nur wenige Stunden vor der Rückgabe der Kölner Leihfahrzeuge erfährt die Öffentlichkeit, wie es im Stadtbahnverkehr in den kommenden Tagen weitergehen soll. Das ist eine völlig unterirdische Kommunikationsleistung. Unter diesen Umständen kann niemand in einer vom Verkehrschaos geplagten Region seinen Alltag verlässlich planen.
Es ist mehr als offensichtlich, dass die Wiederinbetriebnahme der 60 Stadtbahnfahrzeuge problematischer ist, als zunächst angekündigt wurde. Die Pendlerinnen und Pendler aus dem Rhein-Sieg-Kreis könnten damit jedoch besser umgehen, wenn sie endlich erfahren würden, was tatsächlich Sache ist und wenn Termine genannt würden, auf die sie sich verlassen können. Auch ich habe den Fehler gemacht, den Mitteilungen der SWB zunächst zu vertrauen.
Die heutige Mitteilung lässt weiterhin eine belastbare Zeitplanung über den 1. September hinaus vermissen. Wir erwarten deshalb klare Termine für die Wiederinbetriebnahme der Fahrzeuge sowie tägliche, verlässliche Informationen zum Betriebsstand.“
Dass der Betrieb auf der Linie 66 nach Angaben der SWB gesichert ist, begrüßt Richter ausdrücklich:
„Wir haben immer wieder betont, wie wichtig diese Verbindung angesichts der Sperrung der Nordbrücke ist. Die Rheinquerungen zu priorisieren, ist daher folgerichtig.“
Für linksrheinische Pendlerinnen und Pendler sieht Richters Kreistagskollege aus Wachtberg, Otis Henkel (SPD), zunächst wenig Hoffnung:
„Der Ersatzverkehr mit Bussen auf der Linie 16 ist besser als nichts. Wir sollten uns aber nichts vormachen: Realistischerweise werden die Busse spätestens in Bonn im Stau stehen und die ausfallenden Stadtbahnverbindungen nur sehr eingeschränkt ersetzen können.“
Auch für die Inbetriebnahme der übrigen Linien drängt Henkel auf eine deutlich bessere Kommunikation:
„Seit Juli erleben wir eine Salamitaktik, wie sie im Lehrbuch steht. Das darf nicht folgenlos bleiben. In einer Krise kann transparente Kommunikation Vertrauen schaffen. Hier ist das Gegenteil der Fall.“
SPD – Rhein-Sieg
Pressemitteilung vom 26. August ’26 um 18:49 h






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