Tag des Weltfriedens

Tag des Weltfriedens:
Bildung gegen Vorurteile

Rhein-Sieg-Kreis (dwo) – Der jährlich am 21. September gefeierte Tag des Weltfriedens erinnert an die Notwendigkeit, Konflikte gewaltfrei zu lösen und den Dialog zwischen den Kulturen und Nationen zu fördern. Dieser Gedenktag wurde 1981 von den Vereinten Nationen (UN) ins Leben gerufen, um die Idee des Friedens zu bewahren. Diesen Kontext nutzt Saskia Klemp für die historische Betrachtung der jüdischen Aufklärungsbewegung in ihrem Vortrag „Haskala und Geschichte des Judentums in der Aufklärung“ am Sonntag, den 20. September 2026 um 14:45 Uhr in der Gedenkstätte „Landjuden an der Sieg“, Bergstraße 9, in 51570 Windeck-Rosbach.

Die Maskilim (Anhänger der Haskala) teilten fundamentale Werte wie Vernunft, interkulturellen Dialog, Bildung als Friedensfaktor und die Überwindung von Ausgrenzung. Sie sahen in weltlichem Wissen, Sprachenvielfalt und rationalem Denken den Schlüssel zur Emanzipation und zum friedlichen Miteinander.
In dem Vortrag wird klar, dass Bildung und Aufklärung die Basis sind, um Fremdenfeindlichkeit und Radikalisierung den Boden zu entziehen. Moses Mendelssohn und andere Vordenker der Haskala plädierten dafür, das eigene Erbe zu bewahren, sich aber gleichzeitig der Mehrheitsgesellschaft und anderen Kulturen zu öffnen.

Das spiegelt den Gedanken des Weltfriedenstags wider: Frieden entsteht durch Verstehen und den Willen zum respektvollen Diskurs. Die Haskala stritt für Gewissens- und Religionsfreiheit sowie die rechtliche Gleichstellung und universelle Rechte, die heute als Fundament für eine friedliche globale Gesellschaft gelten. Weiteres im Internet unter rhein-sieg-kreis.de/gedenkstaette


Rhein-Sieg-Kreis
Pressemitteilung Nr. 255 vom 16. September ’26 um 11:35 h

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