Schule und Wirtschaft

Schule und Wirtschaft wachsen enger zusammen
Ob Lernpartnerschaften, Schulhoftourneen oder Berufsforen: In Troisdorf entstehen zunehmend Formate, die Schulen und Unternehmen miteinander ins Gespräch bringen. Die TROWISTA begleitet diese Entwicklung als Partnerin der regionalen Wirtschaft

Vertragsunterschrift einer neuen KURS-Lernpartnerschaft zwischen der Mannstaedt GmbH und der Gertrud-Koch-Gesamtschule (v.l.n.r. Wirtschaftsförderer Tobias Voits, KURS-Koordinator Dr. Domink Wolf, Schulleiterin Kirsten Heinrichs, Mannstaedt-Ausbildungsleiter Marcel Hübner, IHK Bonn/Rhein-Sieg Geschäftsführer Jürgen Hindenberg sowie Heike Brandt vom Jugendbüro der Stadt Troisdorf)

Montag, 27. Juli 2026 – Schulen sind heute längst mehr als Orte der Wissensvermittlung. Immer häufiger öffnen sie ihre Türen für Unternehmen und schaffen Begegnungen, die Schülerinnen und Schülern dabei helfen, ihre berufliche Zukunft besser einschätzen zu können. Ob langfristige Lernpartnerschaften, Schulhoftourneen oder Berufsforen – der Übergang von der Schule in den Beruf wird in Troisdorf zunehmend gemeinsam gestaltet. Die Troisdorfer Wirtschaftsförderung TROWISTA begleitet diese Entwicklung als Vernetzerin und Ansprechpartnerin für Unternehmen im Bereich der Fach- und Arbeitskräftesicherung.

Schule und Wirtschaft nachhaltig vernetzen
Ein aktuelles Beispiel ist die neue KURS-Lernpartnerschaft zwischen der Gertrud-Koch-Gesamtschule in Troisdorf-Sieglar und der Mannstaedt GmbH (GMH Gruppe). Mit der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung wurde eine weitere langfristige Zusammenarbeit zwischen Schule und Unternehmen auf den Weg gebracht.

KURS-Lernpartnerschaften ermöglichen es Unternehmen, ihre berufliche Praxis direkt in den Unterricht einzubringen und Schülerinnen und Schülern authentische Einblicke in Ausbildungsberufe zu geben. So entstehen über einen längeren Zeitraum persönliche Kontakte, aus denen nicht selten Praktika oder Ausbildungsverhältnisse hervorgehen.

Für Dr. Doris Kolter-Jung, Lehrerin und Koordinatorin für die Berufliche Orientierung an der Gertrud-Koch-Gesamtschule, sind diese Kooperationen seit vielen Jahren ein zentraler Bestandteil erfolgreicher Berufsorientierung: „Schule kann Berufsorientierung nicht allein leisten. Junge Menschen müssen Unternehmen erleben, Arbeitswelten kennenlernen und mit Menschen sprechen, die ihren Beruf mit Leidenschaft ausüben. Deshalb setzen wir seit vielen Jahren auf enge Kooperationen mit Unternehmen. Diese Begegnungen eröffnen Perspektiven, bauen Unsicherheiten ab und helfen unseren Schülerinnen und Schülern dabei, ihren eigenen beruflichen Weg zu finden.“

Aktuell bestehen in Troisdorf bereits fünf KURS-Lernpartnerschaften mit Unternehmen wie Harry-Brot, BÖHM Elektrobau, der GMH Gruppe, rahm GmbH und adiutaByte.

Berufswelten erlebbar machen
Wie wertvoll persönliche Begegnungen sind, zeigte auch die Schulhoftournee an der Gertrud-Koch-Gesamtschule. Rund zehn Unternehmen und Institutionen informierten Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 8, 9 und der Einführungsphase über Ausbildungsberufe und Karrierewege. Mit dabei waren unter anderem Roboverse, rahm, die Stadtwerke Troisdorf, Mannstaedt, Elektro Schwarzkopf und Reifenhäuser sowie das Jugendbüro der Stadt Troisdorf, die Kreishandwerkerschaft Bonn/Rhein-Sieg und die Handwerkskammer zu Köln.

Die Stadtwerke Troisdorf setzten dabei auf eine Torwand-Aktion, die den Einstieg in persönliche Gespräche erleichterte.

„Die besten Gespräche entstehen oft ganz ungezwungen. In ihrer vertrauten Schulumgebung gehen die Jugendlichen viel offener auf uns zu. So entwickeln sich Gespräche über Berufe, Praktika oder Ausbildungsmöglichkeiten, aus denen später häufig konkrete Perspektiven entstehen“, sagt Katja Kremer, Ausbildungsleiterin der Stadtwerke Troisdorf.

Orientierung für den nächsten Lebensabschnitt
Ein weiteres Beispiel und Baustein der Berufsorientierung ist das Ausbildungs- und Berufsforum am Heinrich-Böll-Gymnasium. Rund 120 Schülerinnen und Schüler informierten sich an sechs Stationen über Ausbildungsberufe, duale Studiengänge und Studienmöglichkeiten. Zudem informierte das Jugendbüro für Ausbildung & Beruf der Stadt Troisdorf über seine kostenlosen Beratungs- und Unterstützungsangebote für junge Menschen bis 27 Jahre.

Die Beispiele zeigen, wie vielfältig Berufsorientierung heute gestaltet werden kann. Schulen, Unternehmen und Netzwerkpartner arbeiten in Troisdorf immer enger zusammen und schaffen damit wertvolle Perspektiven für junge Menschen und die regionale Wirtschaft.

„Mich begeistert, mit wie viel Engagement Schulen, Unternehmen und Institutionen in Troisdorf gemeinsam daran arbeiten, jungen Menschen den Übergang von der Schule in den Beruf zu erleichtern. Die Offenheit der Schulen und die Bereitschaft der Unternehmen, ihre Türen zu öffnen, sind der Schlüssel für eine gelingende Berufsorientierung.“, sagt Tobias Voits, Wirtschaftsförderer bei der TROWISTA und Ansprechpartner für Unternehmen im Bereich Fach- und Arbeitskräftesicherung. „Gerade in einer zunehmend digitalen Welt dürfen wir den persönlichen Kontakt und das zwischenmenschliche Miteinander nicht aus dem Blick verlieren. Den besonderen Erfolg dieser Formate sehe ich darin, dass sie echte Begegnungen ermöglichen“, ergänzt TROWISTA-Geschäftsführer Alexander Miller.

Die TROWISTA unterstützt Unternehmen dabei, Kontakte zu Schulen und Netzwerkpartnern aufzubauen und bestehende Kooperationen weiterzuentwickeln. So entstehen nachhaltige Verbindungen zwischen Schule und Wirtschaft – ein wichtiger Beitrag für einen erfolgreichen Übergang von der Schule in den Beruf.


TROWISTA
Pressemitteilung vom 27. Juli ’26 um 11:51 h

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