Viele Überprüfungen durch das Lebensmittelüberwachungsamt

Trotz Corona-Pandemie viele Überprüfungen durch das Lebensmittelüberwachungsamt
Jahresbericht des Rhein-Sieg-Kreises

Rhein-Sieg-Kreis (we) – Die Aufgaben des Lebensmittelüberwachungsamtes sind vielfältig. Im Jahr 2020 galt drei Teilbereichen im Rahmen des landesweiten Inspektionsprogrammes eine besondere Aufmerksamkeit, so dass dort schwerpunktmäßig Kontrollen erfolgten. 

Zum einen wurde der Zusatz von Vanille in Lebensmitteln überprüft. Kontrolliert wurden vor allem Hersteller von Backwaren, Süßigkeiten, Eiszubereitungen und ähnlichen Produkten, die ihre Erzeugnisse mit „Vanille“, „echter Vanille“ oder entsprechenden Abbildungen anpriesen. Nach der deutlichen Marktpreissteigerung für Vanille war vermutlich der Einsatz von „echter Vanille“ für bestimmte Lebensmittelbetriebe nicht mehr bezahlbar. So wurden Alternativen verarbeitet, ohne die Kennzeichnung entsprechend zu ändern.

Zum anderen statteten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Lebensmittelüberwachungsamtes handwerklichen Betrieben, Hofläden und Frischfleischabteilungen in Supermärkten einen Kontrollbesuch ab. Überprüft wurde, ob die Lebensmittelunternehmen regelmäßig die vorgeschriebenen Eigenkontrollen durchführen; landesweit gab es hier häufig Beanstandungen. Die Unternehmen sind gesetzlich dazu verpflichtet, regelmäßig das von ihnen angebotene Hackfleisch und Fleischzubereitungen mikrobiologisch auf Keime hin zu untersuchen. 

Als dritter Bereich stand das Hygienemanagement bei der Herstellung und Verteilung von Speisen in Altenheimen im Fokus. Denn in der Gemeinschaftsverpflegung spielt der richtige hygienische Umgang mit Lebensmitteln und die Einhaltung von bestimmten Temperaturen genauso eine Rolle wie die Reinigung und Desinfektion, die Schädlingskontrolle und eine gute Personalhygiene. Nur so können mikrobiologische Risiken ständig kontrolliert und möglichst ausgeschlossen werden. Und das ist besonders in Einrichtungen für ältere Menschen ausgesprochen wichtig.

„Erfreulicherweise wurden bei diesen zusätzlich durchgeführten Betriebskontrollen innerhalb des Kreisgebietes nur geringfügige Abweichungen festgestellt“, berichtet Dr. Simon Eimer, Leiter der Abteilung Verbraucherschutz des Rhein-Sieg-Kreises. 

Insgesamt konnten im vergangenen Jahr trotz der Corona-Pandemie 2.785 Kontrollen durchgeführt und 2.427 Proben genommen werden. Dabei wurde unterschieden zwischen Planproben und Proben, die wegen Verdachtsfällen oder aber Beschwerden gezogen wurden. 250 Proben wurden seitens des Rhein-Sieg-Kreises beanstandet. Sie waren gesundheitlich bedenklich oder falsch gekennzeichnet. Daraufhin wurden entsprechende Schritte in die Wege geleitet. „Diese Anzahl verdeutlicht, dass die im Rhein-Sieg-Kreis angebotenen Lebensmittel zum weit überwiegenden Teil sicher sind“, betont Dr. Simon Eimer. „Der Verbraucher hat beim Kauf von Lebensmitteln ein Recht auf qualitativ hochwertige, gesundheitlich unbedenkliche Produkte und ist dabei auch vor Irreführung und Täuschung zu schützen.“

Das Team des Lebensmittelüberwachungsamtes besteht aktuell aus einer Tierärztin und einem Tierarzt, einer Lebensmittelchemikerin und sieben Lebensmittelkontrolleurinnen und Lebensmittelkontrolleuren. „Wir sind sehr stolz darauf, dass einer unserer vier Auszubildenden bereits seine Prüfung erfolgreich abschließen konnte und unser Team seit dem Herbst tatkräftigt unterstützt“, so Dr. Simon Eimer.


Pressestelle des Rhein-Sieg-Kreises
Pressemitteilung Nr. 056 vom 05. Februar 2021, 10:24 h

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