Stephan Liermann

Den Mensch in den Mittelpunkt gestellt
Sozialamtsleiter Stephan Liermann geht in den Ruhestand

Rhein-Sieg-Kreis (an) – „Wir helfen denen, die sich nicht selber helfen können“ – so beschreibt Stephan Liermann seinen bisherigen Job mit einem Satz. Der Leiter des Sozialamtes des Rhein-Sieg-Kreises geht in den Ruhestand. 16 Jahre lang war er für das Amt verantwortlich, das Anlaufstelle für die unterschiedlichsten Menschen mit ihren ganz individuellen Bedürfnissen ist.

Stephan Liermann
Rhein-Sieg-Kreis

„Allen Herausforderungen sind Sie stets verantwortungsbewusst, entschlossen und mit enormem Fachwissen begegnet“, sagt Landrat Sebastian Schuster zum scheidenden Amtsleiter. „Ich konnte immer feststellen, dass Sie für Ihre Aufgabe brennen und danke Ihnen für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit!“

Das Sozialamt unterstützt mit seinen vielfältigen Leistungen uns alle in unseren unterschiedlichen Lebenslagen und Altersphasen: Die Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen z.B. beginnt bereits bei Kindern im Schulalter. Elterngeld hilft, die finanzielle Lebensgrundlage junger Familien zu sichern. Sozialhilfe können alle in den unterschiedlichsten Lebenslagen in Anspruch nehmen, die sich in einer Notlage befinden und für ihren Lebensunterhalt nicht oder nicht mehr selbst aufkommen können. Die Heimaufsicht kontrolliert die Angebote und ist Ansprechpartnerin der Pflegeeinrichtungen. Die Betreuungsbehörde kümmert sich mit den Gerichten um gesetzliche Betreuungen und zusammen mit dem Jobcenter werden arbeitsfähige Menschen mit finanziellen Leistungen und bei der Arbeitssuche unterstützt.

„Gerade diese Vielfältigkeit ist spannend und abwechslungsreich“, sagt Stephan Liermann. „Denn es gibt im Rhein-Sieg-Kreis ein hervorragendes Netzwerk von haupt- und ehrenamtlichen Institutionen und Helfenden, die den sozialen Kit der Gesellschaft darstellen. Besonders freut mich, dass sich diese soziale Verantwortung auch amtsintern wiederspiegelt: Der Zusammenhalt unter den Kolleginnen und Kollegen ist hervorragend! Jede und jeder hat den Blick fürs Ganze, denn für alle steht der Mensch mit seinen Bedürfnissen im Mittelpunkt.“

Sehr stolz ist Stephan Liermann auf die Schutzangebote für Frauen im Rhein-Sieg-Kreis, wobei die beiden Frauenhäuser eine besondere Rolle spielen: „Dass es neben dem Frauenhaus in privater Trägerschaft bereits seit 1982 auch eines in Trägerschaft des Rhein-Sieg-Kreises gibt, ist schon etwas Besonderes“ hebt Stephan Liermann hervor. „Mit dem jetzigen Umzug nach Sankt Augustin Birlinghoven haben wir uns für ein offenes Konzept entschieden, damit sich die Frauen und ihre Kinder nicht mehr verstecken müssen. Sie sind Teil der Nachbarschaft und können sich in aller Ruhe auf ein neues, gewaltfreies Leben vorbereiten“, sagt er.

Stephan Liermann wurde in Bonn geboren, ging dort zur Schule und studierte an der Bonner Universität Jura. 1989 kam er zum Bundesbauministerium und erlebte hier die Wiedervereinigung hautnah: „Das war eine sehr spannende Zeit“, erinnert sich der 63-Jährige.

Da der Anhänger der rheinischen Lebensart das Rheinland aber nicht Richtung Berlin verlassen wollte, ging Liermann 1992 zur Kreisverwaltung nach Siegburg. Zuerst als Abteilungsleiter im Bauamt, dann auf gleicher Ebene ins Sozialamt, bis er im Mai 2006 Leiter des gesamten Amtes wurde.

„Jetzt gönne ich mir den Luxus, nicht zu planen“, hofft Stephan Liermann mit Blick auf seinen Ruhestand. Was seine Familie mit vier Kindern und sechs Enkelkindern davon hält, kann er allerdings noch nicht abschätzen.


Medieninformationen | Rhein-Sieg-Kreis

Pressemitteilung Nr. 499 vom 05. Oktober 2022, 10:33 h

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