Statement der Verwaltungsleitung

Statement der Verwaltungsleitung:
Arbeitsebene stärken – Ausgaben begrenzen
Bürgermeister Alexander Biber:
„Keine weiteren Spitzenposten in der Verwaltung schaffen!“

Dem Stadtrat liegt ein Antrag der Fraktionen von Grünen und SPD vor, eine vierte Beigeordnetenstelle im Rathaus zu schaffen. Beigeordnete bilden die Führungsebene unterhalb des Bürgermeisters und werden vom Rat auf acht Jahre gewählt. Sie sind sogenannte politische Wahlbeamte. Eine Beigeordnetenstelle kostet die Stadt im Durchschnitt pro Jahr 200.000 Euro inklusive Vorzimmerpersonal. Dazu kommen einmalig für Altersrückstellungen weitere Ausgaben von bis zu 200.000 Euro.

Als Bürgermeister lehne ich diese erhebliche und dauerhafte Mehrausgabe entschieden ab. Die Stadtverwaltung ist mit aktuell drei Beigeordneten sehr gut aufgestellt. Dies sind die Erste Beigeordnete Tanja Gaspers für die Bereiche Bildung, Familien, Soziales, Kultur, Sport und Personal, Walter Schaaf als Technischer Beigeordneter und Horst Wende als Beigeordneter und Stadtkämmerer, der neben den Finanzen auch für die Sicherheit und Ordnung und die Feuerwehr zuständig ist.

Um die Leitungs- und Arbeitsebene noch stärker zu verzahnen, habe ich zum Jahreswechsel 2021/2022 ein Co-Dezernat im technischen Bereich eingerichtet, ohne dafür zusätzliches Personal einzustellen. Eine weitere Co-Dezernentenstelle für den juristischen Bereich hatte mein Vorgänger eingerichtet.

Diese Co-Dezernentenstellen liegen in der Besoldung und im weiteren Aufwand deutlich unter der von SPD und Grünen beantragten zusätzlichen vierten Beigeordnetenstelle.


Viel zu tun
Es gibt eine Menge Arbeit, die vor uns als Stadtverwaltung liegt. Und bei den gegenwärtigen Aufgaben und Entwicklungen lässt sich absehen: Es wird eher mehr als weniger. Daher ist es mir ein Anliegen, die Arbeitsebene zu stärken. Dazu zählt vor allem, die Fachbereiche mit genügend Personal auszustatten. Und um gute Mitarbeitende zu halten und dauerhaft zu motivieren, müssen wir auch in bestehendes Personal investieren und Entwicklungschancen eröffnen.

Die Diskussion um eine Erweiterung der obersten Führungsriege geht daher völlig an den echten Erfordernissen unserer Arbeit vorbei. Unsere drei Beigeordneten und die beiden Co-Dezernenten leisten hervorragende Arbeit und decken die gesamte Führungsebene gemeinsam mit mir als Bürgermeister komplett ab. Wir brauchen nicht mehr Führungskräfte. Wir brauchen weiterhin Menschen, die mit Kompetenz, Freude und Tatkraft für unsere Stadt arbeiten.

Ich danke allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadt, die durch ihren Einsatz in sehr vielen Bereichen des öffentlichen Lebens für unsere Stadtgemeinschaft aktiv sind. Quer durch sämtliche Lebensbereiche, von jung bis alt – sie alle sind im Einsatz für unser Troisdorf. Und ich danke allen Bürgerinnen und Bürgern, die unsere Arbeit unterstützen, mittragen oder auch kritisch begleiten.


Stadt Troisdorf
Pressemitteilung Nr.: 368 vom 02. September 2022, 12:28 h

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert