Schuldenprävention

Schuldenprävention
Kreissparkasse Köln unterstützt Schuldnerberatungsstellen in ihrem Geschäftsgebiet mit rund 231.000 Euro

Köln, den 29. September 2021
Die Zahl der überschuldeten Menschen in Deutschland ist im Jahr 2020 trotz Corona-Pandemie zum zweiten Mal in Folge zurückgegangen. Nach Berechnungen der Wirtschaftsauskunftei Creditreform (SchuldnerAtlas Deutschland) galten zum Stichtag 1. Oktober 2020 bundesweit 6,85 Millionen Bürgerinnen und Bürger über 18 Jahren als überschuldet, das sind rund 69.000 Schuldenfälle weniger als im Vorjahr. Die Überschuldungsquote sank auf 9,87 Prozent (im Vergleich dazu Nordrhein-Westfalen: 11,6 Prozent).

Die häufigsten Gründe für Überschuldung sind laut Creditreform neben der Arbeitslosigkeit vor allem Erkrankung, Sucht und Unfall sowie an dritter Stelle zunehmend eine unwirtschaftliche Haushaltsführung. Die Analyse bestätigt einen weiteren Trend der letzten Jahre: Während die Überschuldung bei jüngeren Personen unter 30 Jahren erneut deutlich zurückgegangen ist – die Überschuldungsquote sank hier erstmals seit 2004 wieder unter die 10-Prozent-Marke auf 9,6 Prozent – hat die Zahl überschuldeter Personen ab 70 Jahren mit rund 23 Prozent erneut am stärksten zugenommen.

Die institutionalisierte Schuldnerberatung bietet Menschen in finanzieller Notlage Beratung und somit ein Stück Lebenshilfe. Als einzige kreditwirtschaftliche Gruppe fördert die Sparkassen-Finanzgruppe die Schuldnerberatungsstellen alljährlich mit namhaften Beträgen. Dabei sind die Sparkassen trotz ihres hohen Marktanteils nachweislich in die Verursachung von Überschuldungssituationen kaum involviert.

Alleine die Sparkassen in Nordrhein-Westfalen bringen jährlich 3 Millionen Euro aus einem speziell eingerichteten Fonds zur Mitfinanzierung der Schuldnerberatung auf. Seit 1998 summiert sich die Fördersumme auf 66 Mio. Euro.

In diesem Jahr hat die Kreissparkasse Köln insgesamt 231.504,89 Euro an zwölf Schuldnerberatungsstellen im Geschäftsgebiet der Kreissparkasse Köln, dem Rhein-Erft-Kreis, dem Rhein-Sieg-Kreis, dem Rheinisch-Bergischen Kreis und dem Oberbergischen Kreis, ausgeschüttet.

Folgende Einrichtungen erhielten finanzielle Mittel aus dem Fonds:

  • Arbeiter-Samariter-Bund, Erftstadt
  • Arbeiterwohlfahrt Rhein-Oberberg e.V., Engelskirchen
  • Caritasverband für den Rhein-Erft-Kreis e.V., Hürth
  • Diakonisches Werk Köln und Region gGmbH und der Caritasverband für den Rheinisch-Bergischen Kreis e.V., Bergisch Gladbach (Gemeinsame Schuldnerberatung)
  • Diakonisches Werk Köln und Region, Bergisch Gladbach
  • Internationaler Bund (IB) West gGmbH, Köln
  • Katholischer Verein für soziale Dienste im Rhein-Sieg-Kreis e.V., Siegburg
  • Stadt Hürth, Schuldnerberatungsstelle
  • Stadt Pulheim, Schuldnerberatungsstelle
  • Stadt Sankt Augustin, Schuldnerberatungsstelle
  • Stadt Troisdorf, Schuldnerberatungsstelle
  • Verbraucherzentrale NRW, Bonn

Dem Problem der Überschuldung begegnet die Kreissparkasse Köln nicht nur durch die aktive Unterstützung von Schuldnerberatungsstellen, sondern auch durch vielfältige Präventionsmaßnahmen, mit dem Ziel, ihre Kunden vor der „Schuldenfalle“ zu bewahren. Ebenfalls geht jeder Kreditvergabe eine ausführliche und verantwortungsvolle Beratung voraus, welche insbesondere die finanzielle Belastbarkeit des potentiellen Kreditnehmers berücksichtigt.

Aufklärungsarbeit zum Thema „Richtiger Umgang mit Geld“ leistet die Kreissparkasse Köln darüber hinaus durch regelmäßige Veranstaltungen, beginnend bereits für die ganz jungen Kunden im Rahmen ihres Sparkassen-Schulservices und der Bildungsinitiative KURS. Hier erhalten die Jugendlichen Tipps zum Umgang mit dem ersten Geld. Zudem finden überschuldete Menschen, die einen Rat suchen, vielfältige Informationen im Internet unter www.geldundhaushalt.de


Kreissparkasse Köln

Pressemitteilung vom 30. September 2021, 09:50 h

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