Schließung des Freibades steht nicht zur Debatte

Schließung des Freibades steht nicht zur Debatte
Liberale fordern mehr Objektivität

 Die Initiatoren des Bürgerbegehrens zum Aggua-Freibad dürften mit der ersten Runde der Unterschriftensammlung zufrieden sein, allerdings um den Preis der Desinformation statt sachlicher Information.

„Wer den Slogan des Bürgerbegehrens „Rettet das Aggerfreibad“ liest, dem wird vorgegaukelt, dass das Freibad in Gänze geschlossen werden soll. Dies steht aber nicht zur Debatte!“ so der Fraktionsvorsitzenden Sebastian Thalmann. „Wenn erst im „Kleingedruckten“ darauf verwiesen wird, dass lediglich das 50m-Becken und das Springerbecken mit Sprungturm geschlossen werden sollen, ansonsten das Freibad aber erhalten bleibt, erweckt der Slogan einen falschen Eindruck.“

„Wir haben uns in der bisherigen Diskussion ausschließlich auf Fakten gestützt. Wer jedoch öffentlich vertritt, dass das nun geplante 25m-Becken samt Liegewiese nach Ansicht der Initiatoren des Bürgerbegehrens kein „richtiges“ Freibad darstellt und deshalb gar von einer Schließung des Freibades insgesamt spricht, verdreht die Tatsachen.“, ergänzt Dietmar Scholtes, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und Mitglied im Aufsichtsrat der TroiKomm GmbH.

Bereits heute sind die Eintrittspreise im Freibad bei weitem nicht kostendeckend. Die Initiatoren sollten auch dazu Rede und Antwort stehen, dass wesentlich höhere Kosten für den Betreiber des Schwimmbades entstehen, wenn das 50m-Becken saniert und das Sprungbecken erneuert würde. Die höheren Kosten werden am Ende die Troisdorfer Bürger tragen, insbesondere die Besucher über höhere Eintrittspreise.


FDP-Fraktion Troisdorf
Pressemitteilung vom 12. März 2019, 08:57 h
 

13 Kommentare

  1. Sehr geehrte Damen und Herren,
    richtig ist, dass „nur“ die Schwimmbecken verfüllt werden und die Liegewiese erhalten bleibt. Man müsste also eigentlich von einer „Trockenlegung“ des Freibades sprechen. Das schien uns allerdings etwas zu komisch und wir nehmen die Sache durchaus ernst.
    Dass die Eintrittspreise nicht kostendeckend sind ist uns natürlich bewusst. Das können sie auch gar nicht sein. Freibäder erwirtschaften im Durchschnitt nie mehr als ca. 30% der tatsächlichen Kosten. Es handelt sich um eine Leistung der Kommune für ihre Bürger und eine Investition in die Attraktivität als Wohn- und Lebensort.
    Höhere Kosten für die Bürger enstehen am Ende eher durch die Notwendigkeit nach Siegburg, Sankt-Augustin, Königswinter oder Bonn auszuweichen (sofern man mobil genug ist). Und wer mit seinen kleinen Kindern in das neue „Freibad“ geht, wird sich evtl. über die Extrapreise wundern, die für eine Inanspruchnahme von „Rutschen“ und „Schaukeln“ nach der mir bekannten Planung zusätzlich erhoben werden sollen.

  2. Vielleicht bin ich auch schon zu alt um solche Diskussionen zu verstehen. Für mit ist ein Freibad ein Ort, an dem ich schwimmen kann, das heißt in diversen Schwimmstielen eine Bahn nach der anderen unter freiem Himmel ziehen kann.
    Nach der geplanten Neugestalltung ist das wohl nicht mehr möglich und ich würde nicht mehr von Freibad sondern von einem „Spielplatz mit Planschbecken“ sprechen. Ich denke es möchte mir hier niemand erzählen, das sich in dem neuen 1,35m tiefen Stehbecken noch vernünftig schwimmen läßt.
    Abgesehen davon wird die Wasserfläche nach dem geplanten Umbau erheblich verkleinert. Wenn ich daran denke, wie voll das 50m-Becken letzten Sommer an schönen Tagen war, möchte ich mir nicht vorstellen mit der gleichen Anzahl von Badegästen plötzlich auf der Hälfte der Fläche zu ‚baden‘.

  3. wir als DLRG brauchen das große Becken damit wir in der Gefahren Abwehr des Rhein-Sieg.Kreises unser Rettungsgerät sicher bedienen können und unsere Rettungstaucher brauchen die Tiefe des Sprungbeckens um auch mal notaufstiege und Unterwasser arbeiten üben können.
    Wo bleibt die Soziale Aufgabe der Stadt (familenfreundliche Stadt Werbeslogan der Stadt) wenn man seine Jugendlichen lieber von Brücken in die Agger und Sieg mit der Gefährdung der Qwerschnittlähmung ???wer übernimmt da die Verantwortung ??? Oder ist der Gewinn höher zu werten als die Moralische Verpflichtung jugendliche zu betreuen??

  4. „… lediglich das 50m-Becken und das Springerbecken mit Sprungturm … “ klingt dann aber doch ein ganz kleines wenig danach, als handele es sich um marginale Veränderungen des bisherigen Angebotes.

  5. „lediglich das 50m-Becken und das Springerbecken mit Sprungturm soll geschlossen werden“
    – ist das nicht der größte Teil des Freibads (an Wasserfläche)
    – ist Ihnen bewusst, dass dadurch keine komplette Schwimmausbildung im Aggua durchgeführt werden kann?
    – wieso wurden die Bürger erst nach dem Beschluss der Troikomm mit einbezogen?

  6. Ich finde es unverschämt zu behaupten, dass das Bürgerbegehren nicht mit sachlichen Informationen arbeitet und das eine komplette Freibad Schließung vorgegaukelt wird.

    Da haben Sie sich einfach nicht informiert!

    Auf jeden Unterschriftenblatt steht schon in der Überschrift: „für den Erhalt des 50m Schwimmbeckens und des Tauchbeckens mit Sprungturm…“
    Des weiteren ist in der Fragestellung zum Bürgerentscheid, also in der Forderung ganz eindeutig niedergeschrieben: „[…]dass bei der Modernisierung des Troisdorfer Freibades das 50m Schwimmbecken und das Tauchbecken mit einem sanierten Sprungturm erhalten bleiben“, diese Aussage ist ebenfalls Fettgedrukt.

    Wo sehen Sie hier eine Vorgauklung?
    Alle Forderungen sind fettgedruckt und nicht im Kleingedruckten.

    Sie haben sich einfach nicht informiert und ihre Aussagen sind sachlich gesehen falsch.

  7. Hallo,

    Ich bin über 18 und was soll ich im Freibad mit nur Brusthohem Wasser machen ??
    Oder sind Jugendliche als Schwimmgäste nicht mehr erwünscht??

  8. Liebe FDP,

    in Bezug auf das Troisdorfer Freibad fände ich eher etwas mehr
    Ehrlichkeit von Eurer Seite angebracht! So zu tun, als gäbe es nach Umsetzung der Troikommpläne noch ein Freibad im herkömmlichen Sinne, ist irreführend! Alleine die Tatsache, dass die Wasserfläche von jetzt ca. 2400 qm auf lächerliche 500 qm reduziert werden soll, macht deutlich, dass es in der geplanten Freizeitanlage (das ist wohl die zutreffendere Bezeichnung!) nicht mehr ums Schwimen geht.

    Habt doch einfach mal den Mut den TroisdorferInnen zu sagen, dass Ihr ein Freibad, ähnlich dem alten als überflüssig erachtet und es nicht mehr wollt. Ihr wollt die Aussenbecken verfüllen, um dort eine Art Kinderspielplatz mit Liegewiese anzubieten.
    Liebe Liberale, man kann ja der Meinung sein, dass diese Art Freizeitvergnügen zukunftsweisend sei und das Freibäder im herkömmlichen Sinne überholt seien. Aber hört endlich auf 80.000 TroisdorferInnen vorzugaukeln, das habe dann noch was mit einem FreiBAD zu tun.
    Der Begriff „Freibad“ ist sicher nicht geschützt und insofern kann man vermutlich niemanden daran hindern, den geplanten Spielplatz mit Wasserfontainen als Freibad zu bezeichnen. Aber korrekt ist das deshalb noch lange nicht!!

    Liebe FDP, nochmal für Euch zum Mitscheiben: Wenn in Troisdorf ein Freibad im herkömmlichen Sinne, also eines mit ausreichend Wasserfläche erhalten bleiben soll, dann müssen die Troisdorfer tatsächlich jetzt ihr Freibad vor den Troikommplänen schützen und es so gesehen retten. Ob Ihr Euch nun dieser Sichtweise weiterhin verschließt oder nicht.
    Mit freundlichen Grüssen!

  9. Es ist völlig richtig, dass das Motto „Aggerfreibad retten“ heißt. Denn der Begriff Freibad ist in Troisdorf mit Assoziationen verbunden, seit Generationen. Jetzt wird er zweckentfremdet. Die Leute sind doch nicht blöd. Wo war denn die objektive Berichterstattung im vergangenen Jahr, als man im März lesen konnte „Das Aggua wird modernisiert“. Da hieß es zwar schon mal „Sprungtürme bleiben geschlossen“, aber das ist man ja gewohnt. Das Bild im Kölner Stadt-Anzeiger tat sein übriges. Und jetzt werden wieder Nebelkerzen geworfen, natürlich aus dem Aufsichtsrat. 195 Troisdorfer Bürger haben sich an einer Befragung zur Gestaltung der weitgehend trockenzulegenden Außenanlagen beteiligt und das ganze wird dann so dargestellt, als wenn es hier um eine repräsentative Volksabstimmung gegangen wäre. Fakten wurden doch erst von der Initiative zum Bürgerbegehren zusammen getragen. Selbst Leute, die das Aggua kennen, haben mir nicht geglaubt, was da abgeht. Nein, Herr Scholtes, das ist nicht die Art, wie sich die Troisdorfer Bürgernähe vorgestellt haben. Mit den Vereinen, die direkt davon betroffen sind (DLRG, Taucher, Rettungsdienste) wurde erst gesprochen, als alles entschieden war. Darum durfte sich dann der Geschäftsführer der Aggua kümmern. Was sollte er da noch machen? Auf seiner Webseite wirbt das Aggua-Bad noch mit der „perfekten Sport-, Spaß- und Wellnesswelle“. Und damit, so eine Äußerung von Andrea Vogt, sind ambitionierte Schwimmer nicht gemeint. Wer denn? Auch das Kostenargument kann man nicht mehr hören. Das ist reiner Populismus. Natürlich sind die Preise in Schwimmbädern nicht kostendeckend. Die Frage ist m. E., ob es einen anderen Weg gibt, der sozial verträglicher ist. Und es gibt auch die Sicht der Ehrenamtlichen, die das als Schlag ins Gesicht empfinden.

  10. Die FDP tut mal wieder die Tatsachen herunterspielen, wer das Freibad in der jetztigen Form umbaut auf ein 25m Becken mit einer Wassertiefe von 1,20m hat nein Schwimmbecken mehr sondern ein Planschbecken. Wer den Sprungturm zumacht nimmt den älteren Jugendlichen die Möglichkeit in geschützter und überwachter Umgebung sorglos zu springen und zu schwimmen. Soll das Freibad etwa nur für Familien mit Kleinkindern gebaut werden??? Sind die Kosten für ein Freibad nicht immer nicht kostendeckend weil auch eine Soziale Komponente???? Hier macht sich die Politik die Sache zu einfach. Der im Aufsichtsrat sitzende Politiker sollte mal überlegen ob er nicht auch in seiner Jugend dort geschwommen ist Oder zu lange her?? Das wäre mal gut ausgegebene Steuergelder und eins ist klar die Politik ist für die Bürger da und von uns gewählt also sollte sie auch unsere Interessen vertreten, sonst passiert das was alle nicht wollen Politikverdrossenheit !!!!!

  11. Liebe Politik in besonderem Frau Gebauer Stadtteilbeauftragte für die CDUTroisdorf ,
    im Sommer 2018 haben sie alle Organisationen besucht um sich die Arbeit der am Katastrphenschutz beteiligte Organisationen anzuschauen. Sie haben für sich dort schön präsentieren können.
    Wo ist ihre Hilfe jetzt für die DLRG Ortsgruppe Troisdorf ??? damit diese ihre Arbeit weiterführen kann???
    Oder sind wir Ehrenamtler nur gut wenn wir nichts kosten und still unsere Arbeit machen??? wo ihr Euch doch so schön brüstet mit uns??
    Hier wäre mal Seitens der CDU Troisdorf ein Zeichen zu setzen für Uns und unsere Arbeit und das wo der Herr Bürgemeister gerade für einen Dialog mit dem Umgang der Helfer aufruft

  12. Es ist ja schon dreist und unverfroren und gleichzeitig wahrscheinlich supergenial, wenn sich die grüne Ratsfrau und Fraktionsmitarbeiterin Blauen aufschwingt, der FDP ins Stammbuch schreiben zu wollen, „… dass die Troisdorfer tatsächlich jetzt ihr Freibad vor den Troikommplänen schützen und es so gesehen retten (müssen), ob (sich die FDP) … nun dieser Sichtweise weiterhin verschließt oder nicht“. Aber nun mal ehrlich, wer ist denn Hauptverantwortlicher für die TROIKOMMPLÄNE, wenn nicht der Fraktionsvorsitzende der Grünen Thomas Möws und gleichzeitige Aufsichtsratsvorsitzende der TROIKOMM, die gleichzeitig 100%-ige Anteilseignerin der AGGUA TROISDORF GmbH ist? Und wer soll den Eiertanz von Blauen und Bürgerentscheid-Co-Initiator und Grünen-Mitglied Eich denn anders verstehen als als Wählertäuschung – es soll den TroisdorferInnen vorgegaukelt werden, dass die Grünen den Erhalt des Freibads auf Status quo-Niveau befürworten. Dagegen spricht aber doch wohl, dass sich der Ortverband der Grünen Troisdorf für den Kurs der TROIKOMM und deren Freibadumgestaltungspläne ausgesprochen hat und somit hinter dem Troikomm-Aufsichtsratsvorsitzenden Möws versammelt hat. Ein FAKE auf ‚höchstem Niveau‘ also! Die Grünen Troisdorf haben damit exemplarisch bewiesen, dass sie es faustdick hinter den Ohren haben, wenn es darum geht, Nebelkerzen ins Standardrepertoire ihrer Kommunalpolitik aufzunehmen.

  13. Lieber Hans Leopold Müller,
    ich verstehe Ihren Punkt nicht. Frau Blauen muss ja nicht mit Herrn Möws einer Meinung sein. Und äußern darf sie ihre eigene Meinung in unserem Land zum Glück. Sie darf sogar etwas anderes tun als der Fraktionsvorsitzende für richtig hält. Das gleiche gilt natürlich für Herrn Eich. Ist das nicht toll? Das nennt man Demokratie…

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