Reaktionen des Schulministeriums NRW

Parents For Future vom 27.02.2019 zu den Reaktionen des Schulministeriums NRW auf die Schülerstreiks Fridays For Future
Eltern stellen sich hinter streikende Schülerinnen und Schüler

Parents For Future – In Solidarität mit den streikenden Schülerinnen und Schülern von Fridays For Future organisieren sich jetzt auch bundesweit die Eltern. Mit einem ersten Statement wenden sie sich in einem offenen Brief, der bereits von über 10.000 Menschen unterschrieben wurde, kritisch an das Bildungsministerium NRW.

Eine Anweisung des Schulministeriums NRW vom 15.2.2019 zur Verhinderung weiterer Schulstreiks von Schülerinnen und Schülern im Rahmen der Klimaschutz-Demos von Fridays For Future gab letztlich den Anstoß. Die Eltern kritisieren die angedrohten Maßnahmen, die weitere Schulstreiks verhindern sollen und bis hin zu “zwangsweiser Zuführung” der Schüler zum Unterricht reichen. Die stetig anwachsende Gruppe von Parents For Future fordert stattdessen von der Landesregierung NRW endlich flexibel und zukunftsgewandt auf die SchülerInnenproteste und die Klimakrise zu reagieren. Das Bildungssystem muss sich auf die kommenden Veränderungen thematisch und strukturell einstellen, auch wenn hiermit gesetzliche Veränderungen verbunden sein sollten, die neue Bildungsschwerpunkte und Bildungsräume schaffen. So können sich dann Schulen kreativ und eigenverantwortlich im gesellschaftlichen Rahmen für Klima- und Umweltschutz einsetzen.
Weiterhin ist es laut Parents For Future nicht mehr hinzunehmen, dass die Regierung ihre Verantwortung und Verpflichtung zur Klimakrise, die sich aus Art. 20a des Grundgesetzes ergibt, durchgängig verschleppt und verdrängt. Dringend erforderliche Konsequenzen wie die Verpflichtungen aus dem Pariser Klimaabkommen und ein generelles Umdenken im Umgang mit natürlichen Ressourcen dürfen nicht länger aufgeschoben werden. Die Eltern schließen sich damit den Forderungen der streikenden Schülerinnen und Schüler an.

Ein Vater betont die Entschlossenheit der Unterstützer, zu denen nicht nur Eltern gehören: „Gerade jetzt, wo unsere Kinder von der Politik angegriffen werden, stellen wir uns hinter sie, und werden sie weiterhin in ihrem politischen Engagement unterstützen und schützen.“

Eine Mutter äußert sich zu der wachsenden Klimaschutz Bewegung: “Es ist Aufgabe des Staates, die Erhaltung der Lebensgrundlage zum obersten Ziel zu machen. Wenn er dieser nicht nachkommt, braucht es das Engagement vieler Menschen, um ihn an diese Pflicht zu erinnern.“

Abschließend betont die Parents For Future Gruppe, dass alle nun mithelfen müssen, den Wandel so zu gestalten, dass junge Menschen nicht alleine auf sich gestellt für eine lebenswerte Zukunft kämpfen müssen.

Parents For Future
Pressemitteilung vom 27. Februar 2019, 12:21 h

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