Orange Bänke

Vielseitige Aktionen gegen Gewalt an Frauen
Orange Bänke für Bergheim und Friedrich-Wilhelms-Hütte

Kerben und Furchen sind auf der orangen Bank im Stadtteilpark Lahnstraße zu sehen, aber sie ist in ihrer farbenfrohen Gestaltung auch ein Symbol für Hoffnung. So jedenfalls möchten die Bewohnerinnen aus dem Frauenhaus die Bank verstanden wissen, die nun zunächst im Stadtteilpark im Ortsteil Friedrich-Wilhelms-Hütte stehen wird. Die Frauen hatten die Bank im Rahmen der Troisdorfer Aktionstage gegen Gewalt gestaltet und setzten sich dabei mit ihren eigenen Gewalterfahrungen auseinander, ebenso wie mit ihren Schritten in ein neues Leben. Gemeinsam mit Frauen aus dem Mehrgenerationenhaus, mit Ukrainerinnen aus dem städtischen Willkommenscafé, mit Besucherinnen des Uferstübchens und den Initiatorinnen der Aktionstage wurde die Bank am Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen der Öffentlichkeit übergeben.

Flagge zeigen gegen Gewalt an Frauen

Am Abend zuvor war eine orange Bank in Bergheim eingeweiht worden zusammen mit den Jugendlichen aus dem Kinder-und Jugendzentrum TK3, die die Bank u.a. mit dem eindringlichen Statement „Stop Gewalt gegen Frauen“ versehen hatten. Die Bank auf dem Elly-Heuss-Knapp-Platz trägt ebenso wie die anderen Bänke der Aktion eine Plakette mit QR-Code, der zu lokalen Hilfsangeboten bei Gewalt führt.

Aufstellung der orangen Bank in Bergheim
Zeichen für Hoffnung orange Bank in Friedrich-Wilhelms-Hütte

Ein Zeichen gegen häusliche Gewalt setzten auch die Teilnehmenden eines Rundgangs innerhalb der Aktionstage. Bürgermeister Biber hisste zunächst mit den Gleichstellungsbeauftragten und weiteren Initiatorinnen die orangen Flaggen der Aktion am Rathaus. Anschließend gab es eine Performance des Vereins HennaMond aus Köln, der sich für Frauen mit Migrationshintergrund einsetzt. Mit Hilfe von Steinen zeichneten Vertreterinnen des Vereins den Weg und die Hürden nach, die Frauen nehmen müssen, wenn sie sich aus ihrer häuslichen Gewaltsituation dauerhaft befreien möchten. Die Teilnehmenden des Rundgangs machten danach in der Stadtbibliothek Station und schauten den eindrucksvollen Kurzfilm zur Kampagne „Nur ja heißt ja“ an. Das Frauenzentrum Troisdorf hatte die Ausstellung zur Kampagne in der Stadtbibliothek eingerichtet. Zum Abschluss hatten die Teilnehmenden in den Räumen von SoFa e.V. am Fischerplatz Gelegenheit zum Austausch.

Bank in Friedrich-Wilhelms-Hütte

Um Partnerschaftsgewalt vorzubeugen und schon junge Menschen mit den Themen Selbstbehauptung, Respekt und Wertschätzung in Kontakt zu bringen, gab es innerhalb der Aktionstage sechs Veranstaltungen, die sich an Kinder und Jugendliche richteten. Die Veranstaltungen seien auf großes Interesse gestoßen, teilte aus dem Kreis der Initiatorinnen Sarah Bonhorst vom Q-Jugendtreff in Troisdorf mit. Zum Kreis der Initiatorinnen der Aktionstage gehörten das Frauenhaus Troisdorf, das Frauenzentrum Troisdorf, die Beratungsstelle HennaMond e.V. die Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Troisdorf, das Mehrgenerationenhaus, die Beratungsstelle „Check it“ (Q-Jugendtreff), das städtische Kinder- und Jugendzentrum TK3, das Jugendzentrum Bauhaus und die Stadtbibliothek Troisdorf.


Stadt Troisdorf
Pressemitteilung 519-2022 vom 30. November 2022, 13:40 h

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