NRW-Initiative gegen Jugendkriminalität

POL-SU: „Kurve kriegen“ NRW-Initiative gegen Jugendkriminalität nun auch im Rhein-Sieg-Kreis
Polizei, Pädagogen und Jugendämter arbeiten eng zusammen.

Die Initiative hilft kriminalitätsgefährdeten Kindern und Jugendlichen bereits seit 10 Jahren dabei, Wege aus der Kriminalität zu finden. Zur Verhinderung von Intensivtäterkarrieren ist die Früherkennung und die die zeitnahe Intervention durch pädagogische Fachkräfte in Zusammenarbeit mit der Polizei zum unentbehrlichen Baustein geworden. Das Ziel der Initiative ist es, die Entwicklung besonders kriminalitätsgefährdeter Kinder und Jugendlicher frühzeitig zu erkennen und nachhaltig zu verhindern.

von links nach rechts: Jörg Cadsky und Markus Rieger (päd. Fachkräfte), KHK Jörg Seeger (polizeilicher Ansprechpartner), Marion Ammelung (Einrichtungsleiterin update Fachstelle für Suchtprävention), Kriminaldirektor Dirk Schuster (Leiter der Direktion Kriminalität)
Foto:Polizei

Dabei richtet sich die Initiative überwiegend an Kinder und Jugendliche im Alter von 8 bis 15 Jahren, die mit mindestens einer Gewalttat oder drei Eigentumsdelikten polizeilich in Erscheinung getreten sind und deren Lebensumstände derart risikobelastet sind, dass ein dauerhaftes Abgleiten in die Kriminalität droht. Dabei zählt der Leitgedanke „Frühe Hilfe statt späte Härte“. Das Eingreifen hat sich als besonders effizient erwiesen, denn aus pädagogischen und kriminologischen Gründen ist es zielführend, sich so früh wie möglich, individuell und passgenau um die Ursachen der Kriminalität der jungen Menschen zu kümmern. Wissenschaftlich belegt ist, dass etwa 6 bis 10 Prozent aller tatverdächtigen Kinder und Jugendlichen für bis zu 50 Prozent der Delikte dieser Altersgruppe verantwortlich sind. Unter Umständen können sich aus ihnen so genannte „Intensivtäter“ entwickeln Hier setzt die Initiative an, mit dem Ziel die Anzahl der rechtswidrigen Taten und Straftaten und damit potentielle Opfer auf „Null“ zu reduzieren bzw. sehr deutlich zu verringern. Seit 1. Juli 2021 gibt es für „Kurve kriegen“ mehrere zusätzliche Standorte in NRW. So auch in der Kreispolizeibehörde Rhein-Sieg-Kreis. In dem Projekt arbeiten pädagogische Fachkräfte, das Kriminalkommissariat Kriminalprävention und Opferschutz sowie die Jugendämter eng zusammen. Als Pädagogen konnten Jörg Cadsky und Markus Rieger von der Fachstelle für Suchtprävention update, der Ambulanten Suchthilfe von Caritas und Diakonie in Bonn gewonnen werden. Kriminalhauptkommissar Jörg Seeger ist Experte für Kriminalprävention und der polizeiliche Ansprechpartner. Nähere Informationen unter www.kurvekriegen.nrw.de

Rückfragen bitte an:
Kreispolizeibehörde Rhein-Sieg-Kreis
Pressestelle
Telefon: 02241/541-2222
E-Mail: pressestelle@polizei-rhein-sieg.de


Kreispolizeibehörde Rhein-Sieg-Kreis

Pressemitteilung vom 21. Juli 2021, 11:51 h

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