MZH Altenrath: Liberale für Neubau

MZH Altenrath: Liberale für Neubau und gegen Sanierung
„Kosten sollen nicht maßgeblicher Faktor sein“

In der Sitzung des Ausschuss für Mobilität und Bauwesen am 04.02.2021 soll darüber entschieden werden, ob die Mehrzweckhalle in Altenrath saniert oder neu gebaut werden soll.

Wir Liberalen sprechen uns trotz der Kosten von erwarteten über 5 Millionen Euro für einen Neubau aus. Die von der ursprünglichen schwarz-grünen Ratsmehrheit beschlossene Sanierung war mit Kostenschätzungen der Verwaltung versehen, die bereits zum damaligen Zeitpunkt als offensichtlich zu niedrig angesetzt waren.

Während sie zum Zeitpunkt des ursprünglichen Sanierungsbeschlusses von der Verwaltung lediglich mit 2,25 Millionen Euro beziffert wurden, werden nun 3,63 Millionen Euro und damit 1,38 Millionen Euro mehr aufgerufen, was bereits einer Steigerung von über 60% entspricht.

„Unsere ursprüngliche Kritik an der Sanierungskostendarstellung war also berechtigt,“ so der Fraktionsvorsitzende Sebastian Thalmann. „Eine Sanierung würde außerdem die weiteren Probleme an der jetzigen Halle nicht beheben, wie die mangelhafte Statik, die moderne Licht-, Ton- und Bühnenaufbauten nicht zulässt und das Beschwerdepotential mit der Nachbarschaft, da die Baugrenzen mit den heutigen Abstandsregeln und die Lärmemissionsgrenzen nicht eingehalten werden.“

Ein Neubau würde diese Problematik sofort beheben. Zudem würden zusätzliche Grundstücke frei, die veräußert werden könnten und höhere Preise erzielen würden, als dies von der Verwaltung ursprünglich angenommen wurde.

Auch die Argumentation der höheren CO²-Belastung durch den Neubau lässt Jörg Sand, sachkundiger Bürger im Ausschuss nicht gelten. „Grundsätzlich ist es richtig, dass ein Neubau mehr CO² verursacht als eine Sanierung. Erstaunlich ist nur, dass dies beim Neubau des Schulzentrums keine Relevanz hatte. Außerdem müsste bei der konkreten Berechnung auch berücksichtigt werden, dass Altenrather notfalls für Veranstaltungen, dann eher mit dem Auto in die Stadthalle oder nach Lohmar, Bonn oder Köln fahren, da diese aufgrund der Ansprüche an die Räumlichkeiten nicht vor Ort stattfinden können. Oder auch andere kulturelle oder sportliche Veranstaltungen müssen dann extern wahrgenommen werden, verbunden mit den Autofahrten und den daraus resultierenden CO²-Ausstoß.

„Es sollte für den Neubau nicht alleine auf die Kosten geschaut werden, sondern vorrangig die Frage der Identifizierung mit dem Ort stehen. Die Verbundenheit mit dem Ort und die daraus resultierende Verbundenheit in der Nachbarschaft haben einen Wert, der nicht zu unterschätzen ist. Dies zeigt sich gerade in Corona-Zeiten, wenn sich Nachbarn untereinander helfen und unterstützen“ ergänzt Thalmann. „Die neue Halle wird Treffpunkt der Altenrather Bevölkerung und der Vereine sein.“


FDP-Fraktion Troisdorf
Pressemitteilung vom 04. Februar 2021, 19:03 h

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.