Mode und Klimaschutz schließen sich nicht aus

Mode und Klimaschutz schließen sich nicht aus
Das 1,5-Grad-Shirt zur Bundestagswahl 2021

Berlin/Köln, 26. Juli 2021. Die erste Hitzewelle dieses Jahres haben wir bereits hinter uns. Was folgt, kann eigentlich nicht als der heißeste, sondern eher als der kühlste Sommer in naher Zukunft bezeichnet werden, wenn der Klimawandel weiter voranschreitet. Um der drohenden Klimakrise zu begegnen, müssen in allen Bereichen schnell und konkret politische Maßnahmen ergriffen werden. Für Deutschland heißt das in diesem Jahr: Wahlen sind Klimawahlen! In der kommenden Legislaturperiode müssen entscheidende Maßnahmen gegen die Krise ergriffen werden. Deshalb präsentiert Fair Fashion-Pionier ARMEDANGELS gemeinsam mit der deutschen Klimaschutzorganisation GermanZero ein 1,5-Grad-Shirt. Der Aufdruck: „Change politics not the climate!“ Doch die Mode ist längst nicht nur Ausdruck des politischen Willens.

Jeder Mensch besitzt durchschnittlich 95 Kleidungsstücke. Über fünf Milliarden Modeartikel füllen Deutschlands Kleiderschränke. Der Einkaufspreis für Kleidung ist niedrig, während die Umwelt und das Klima dafür zahlen müssen. Die Textilindustrie verantwortet jährlich 1,2 Billionen Tonnen CO2, das ist mehr als die Summe aller Kreuzfahrten und Flüge zusammen. Geht diese Entwicklung ungebremst weiter, wird die Industrie bis 2050 rund ein Viertel des globalen CO2-Ausstoßes verursachen. Gerade in der Modeindustrie mit ihren Plastikfasern, langen Transportwegen und Weiterverarbeitungsprozessen entstehen fünf Prozent der weltweiten Emissionen.

Die Energie für die Fabriken in Entwicklungsländern wird hauptsächlich aus Kohle gewonnen. Schnell ändernde Moden verlangen schnelle Transporte auf dem Luftweg. Für ARMEDANGELS ist Bio nicht nur Trend, sondern eine grundsätzliche Einstellung zur Verantwortung gegenüber der Umwelt. Deshalb setzt das Kölner Unternehmen auf nachwachsende Rohstoffe und recycelte und regenerative Materialien und deshalb unterstützt die Firma GermanZero.


Der Industriesektor ist der zweitgrößte CO2-Emittent

Die Nichtregierungsorganisation identifiziert den Industriesektor als zweitgrößten CO2-Emittenten in Deutschland. Die Dekarbonisierung der Industrieprozesse ist eine Schlüsselstelle bei der Erreichung der Klimaschutzziele. Dabei gilt es, die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie in einer klimaneutralen Wirtschaftswelt zu erhalten und zu stärken. Fossile Brennstoffe werden durch erneuerbare Energien ersetzt. Ressourcen werden durch eine konsequente Kreislaufwirtschaft geschont und Absatzmärkte für nachhaltige Produkte gefördert.

„Uns läuft die Zeit davon und wir haben dringenden Bedarf für ein Klima-Gesetzespaket. Während die Bundesregierung schlichtweg keinen konkreten Plan vorlegt, der Unternehmen wie Konsumenten praktikable Maßnahmen aufzeigt, um die 1,5-Grad-Grenze noch einzuhalten, machen wir das jetzt. Ein wichtiger Bestandteil ist die Kreislaufwirtschaft. Wir freuen uns, wenn Unternehmen bereits jetzt in diesen Kategorien denken“, so Julian Zuber, CEO von GermanZero.


Ein Circular Tee – entworfen, um im Kreislauf gehalten zu werden

Mit dem 1,5-Grad-Shirt unterstützt ARMEDANGELS die Anstrengungen für eine klimagerechte Zukunft. 100 Prozent der Gewinne gehen an GermanZero. Genau wie im Gesetzespaket von GermanZero empfohlen, setzt sich das Unternehmen für Kreislaufwirtschaft ein. Deshalb ist das 1,5-Grad-Shirt ein sogenanntes Circular Tee – entworfen, um im Kreislauf gehalten zu werden und damit ein Beispiel zirkulärer Mode.

„Nachhaltigkeit allein reicht nicht mehr! Wir müssen Mode radikal neu denken. Der aktuelle Fast Fashion Turbo-Kapitalismus folgt einer klaren Linie: nehmen, machen, entsorgen. Wir wollen die riesengroße Herausforderung der Überproduktion und Ressourcenverschwendung in unserer Industrie annehmen – und damit einen Beitrag für eine klimagerechte Zukunft leisten. Doch allein unsere guten Vorsätze interessieren das Klima nicht. Dafür braucht es Viele und ein klares Bekenntnis der Politik“, unterstreicht Martin Höfeler, CEO und Gründer von ARMEDANGELS, sein Engagement in der Klimakrise.

Im Pariser Klimaabkommen hat sich Deutschland 2015 völkerrechtlich verpflichtet, die Erderhitzung auf 1,5 Grad zu begrenzen. Nach aktueller Forschung ist dies aber nur dann möglich, wenn Deutschland bis spätestens 2035 klimaneutral wird. Unter großer Beteiligung der Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft fordert die Organisation GermanZero die politischen Vertreter:innen auf, die Klimaschutzziele einzuhalten und stellt dafür den Entwurf für ein sektorenübergreifendes Gesetzespaket zur Verfügung.

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GermanZero ist eine überparteiliche Nichtregierungsorganisation, die das erste vollständige Gesetzespaket schreibt, mit dem Deutschland Klimaneutralität bereits 2035 erreichen kann. Damit dieses Paket vom nächsten Bundestag verabschiedet wird, mobilisiert GermanZero Bürger:innen in ganz Deutschland und führt Gespräche mit politischen Entscheider:innen auf Bundesebene.

ARMEDANGELS: Seit 2007 beweist das Kölner Label ARMEDANGELS, dass Mode auch anders geht: ECO & FAIR. Keine Lohnsklaverei, kein Chemiewahnsinn, keine billige Massenware. Aus der einfachen Idee, T-Shirts zu bedrucken und über den Verkauf Spendengelder für Charity-Projekte zu sammeln, ist ein Unternehmen gewachsen, das heute zu den größten ECO & FAIR Fashion Labels Europas zählt. Mit einem 120-köpfigen Team und vier Kollektionen im Jahr zeigt ARMEDANGELS, dass sich Nachhaltigkeit und gutes Produktdesign nicht ausschließen.


GermanZero

Pressemitteilung vom 26. Juni 2021, 09:30 h

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