Missverstandene Hilfe

Missverstandene Hilfe
Nicht füttern und dadurch etwas Gutes tun

Tauben sind in Städten ein gewohnter Anblick. Sie produzieren große Mengen Kot und beschmutzen Gebäude und Plätze. Sie gelten als Überträger von Parasiten und Krankheiten. Die verwilderte Stadttaube gilt zudem als Schädling und kann wie z.B. Ratten ganzjährig reduziert werden.

Da die Stadttaube das ganze Jahr über brütet, hängt die Zahl der Nachkommen hauptsächlich vom Nahrungsangebot ab. Durch eine Fütterung der Tiere wird die natürliche Begrenzung des Nachwuchses aufgehoben und immer mehr Tauben müssen sich den gleichen Lebensraum teilen. Darunter leiden Plätze und Gebäude aber auch die Tiere selbst.

Enten, Gänse und andere Wasservögel zu füttern wird oft als Hilfe für die Vögel missverstanden. (Foto: Stadt)

Enten, Gänse und andere Wasservögel zu füttern wird oft als Hilfe für die Vögel missverstanden. Die Tiere sind zwar zutraulich und lassen sich bei der Fütterung gut beobachten. Tatsächlich ist es aber eher schädlich für die Tiere, wenn sie gefüttert werden, und es schadet der Umwelt. Der Kot führt zu einer Überdüngung von Gewässern und Uferbereichen. Die Überdüngung in den Gewässern hat ein verstärktes Pflanzenwachstum zur Folge. Das führt beim Absterben der Wasserpflanzen, dann zu Sauerstoffmangel im Wasser und hat zuletzt den Tod von zahlreichen Tieren zur Folge.

Das Futter für die Tiere zieht außerdem Schädlinge wie Ratten und Mäuse an. Daher sollten weder Tauben noch Wasservögel gefüttert werden.


Stadt Troisdorf
Pressemitteilung Nr. 130 vom 04. April 2022, 16:46 h

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