Landesregierung gefährdet Zukunft der Kinderklinik

Landesregierung gefährdet Zukunft der Kinderklinik
Waldästl: „Fehlende Feststellung der Bedarfsnotwendigkeit ist ein Armutszeugnis!“

Mit großem Unverständnis reagiert Denis Waldästl, Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion Rhein-Sieg und Landtagskandidat, auf die Berichte, dass die NRW-Landesregierung noch immer nicht die Feststellung der Bedarfsnotwendigkeit für die Asklepios Kinderklinik Sankt Augustin getroffen hat. Mit der Feststellung der Bedarfsnotwenigkeit ist eine finanzielle Förderung des Landes für eine Klinik verbunden.  „Dass Laumann und Wüst nicht in der Lage oder nicht willens sind, den Bedarf der Kinderklinik festzustellen, ist ein Armutszeugnis für die Gesundheitspolitik der Landesregierung“, stellt Waldästl fest.

Bereits seit vielen Jahren setzt sich der Sozialdemokrat in unterschiedlichen Funktionen für den Erhalt der Sankt Augustiner Kinderklinik ein. Der Krankenhausträger Asklepios hatte bereits mehrfach betont, dass diese Bedarfsfeststellung die wirtschaftliche Grundlage für die Fortführung des Krankenhausbetriebes darstelle. „Die Kinderklinik bietet die höchste Stufe der Notfallversorgung für Kinder- und Jugendliche an und ist der zentrale Anlaufpunkt für Familien im gesamten Rhein-Sieg-Kreis sowie darüber hinaus“, betont Waldästl.

Mit ihrer Bereitschaft zur Einrichtung des Impfzentrums für Erwachsene sowie jetzt der Eröffnung des Kinder-Impfzentrums leistet die Kinderklinik darüber hinaus einen wichtigen und wertvollen Beitrag in der Bekämpfung der Corona-Pandemie. Trotz Rechtsstreit mit dem Land NRW und der Unsicherheit zur Zukunft, investiert der Konzern weiter aus Eigenmitteln am Standort Sankt Augustin. „Die Investitionen von Asklepios in den letzten 18 Monaten sind für mich ein klarer Beleg dafür, dass man von Seiten des Konzerns die Kinderklinik Sankt Augustin in eine gute Zukunft am Standort führen will“, betont Waldästl.

Im Abstand von einem bis zwei Jahren gibt es immer wieder Diskussionen zur Zukunft der Klinik. Von der Geburtsstation über das Kinderherzzentrum bis hin zur Finanzierungsfrage durch das Land NRW. „Diese Unsicherheit für den Standort wirkt sich auch auf die Mitarbeiter:innen aus, die mit ihrem täglichen Einsatz das Herzstück der Klinik sind“, sagt Waldästl. „Wir brauchen für die Kinderklinik endlich eine klare, verlässliche Zukunftsperspektive und keinen weiteren Schlingerkurs von Herrn Laumann“, stellt Waldästl klar.

Im Zuge der NRW-Krankenhausplanung macht sich bei den Sozialdemokraten derweil der Eindruck breit, dass die CDU die Krankenhauslandschaft in NRW grundsätzlich weiter ausdünnen will – inwiefern dies auch mit der zögerlichen Haltung zur Kinderklink zusammenhängt, muss kritisch hinterfragt werden. „Zögern und Zaudern hilft den Familien in der Region aber nicht, die auf die medizinische Versorgung für ihre Kinder angewiesen sind. Jetzt ist es an der Zeit, anzupacken und in Düsseldorf für Klarheit zu sorgen“, sagt Waldästl.

„Ich werde mich im Landtag sehr klar für den Erhalt der Kinderklinik Sankt Augustin einsetzen und dafür sorgen, dass es endlich eine langfristige Zukunftsperspektive und Sicherheit in der Gesundheitsversorgung gibt“, erklärt Waldästl abschließend.


Denis Waldästl
Pressemitteilung vom 17. Dezember 2021, 08:50 h

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