Josef Hawle spendet Bild für den Hospizdienst St. Klara

Josef Hawle spendet Bild für den Hospizdienst St. Klara
Beim Übergabe-Termin informierte Koordinatorin Ellen Preetz-Heppelmann über die ehrenamtliche Arbeit der ehrenamtlichen Lebens- und Sterbebegleiter

Die Burg Wissem und eine Straße, die in einer lieblichen Landschaft in den Horizont führt – der Troisdorfer Künstler Josef Hawle hat dem Hospizdienst St. Klara ein Bild gespendet. Titel des Gemäldes: „Der Weg des Lebens“. Am Dienstag, 21. Januar, fand die Übergabe im Hospiz St. Klara statt. Das Bild dient als Illustration eines Flyers, der über die Arbeit des Troisdorfer Hospizdienstes informiert.

Josef Hawle (2.v.re.) Übergabe am 21.01.2020 sein Bild an das Team des Hospizdienstes St. Klara Troisdorf. Vorne rechts Koordinatorin Ellen Preetz-Heppelmann, hinten links Einrichtungsleiter des Hospiz St. Klara Martin Keßler. Das Foto zeigt darüber hinaus ehrenamtliche Mitarbeiter. Bildtitel „Der Weg des Lebens“.
Foto: HospizdienstSt. Klara

Der Hospizdienst St. Klara stellt sich vor
Eingerichtet wurde der Hospizdienst St. Klara im Januar 2019. Rund 40 ehrenamtliche Helfer kümmern sich unter Leitung von Ellen Preetz-Heppelman um schwerstkranke Menschen in ihrer letzten Lebensphase. 17 Ehrenamtliche arbeiten auf der Palliativstation, weitere sind im stationären Hospiz St. Klara sowie in privaten Haushalten und Altenpflege-einrichtungen aktiv. Koordinatorin Frau Preetz-Heppelmann ist Fachschwester in Palliative Care. Sie hat selbst elf Jahre auf der Palliativstation der GFO-Klinken Troisdorf sowie in der Spezialisierten ambulante Palliativversorgung (SAPV) gearbeitet.


Was leisten die ehrenamtlichen Helfer?
Sie führen Gespräche mit Patienten und Angehörigen. Sie beschäftigen sich mit seelischen Nöten. Dieses gilt vor allem für viele ältere Menschen, die sich in ihrer letzten Lebensphase einsam und ausgeschlossen fühlen. Auch Fragen über das Leben nach dem Tod spielen in diesen Dialogen eine Rolle. Sie helfen beim Anreichen von Essen und Getränken und erledigen kleinere Einkäufe. 

 
Wie werden die Helfer auf Ihre Aufgaben vorbereitet und in ihrer Arbeit begleitet?
Im Jahr 2019 wurden 15 ehrenamtliche Helfer ausgebildet. Im März 2020 beginnt ein neuer Befähigungskurs in Lebens- und Sterbebegleitung. Die Altersspanne im Team des Hospizdienstes reicht von 30 bis zu 86 Jahren. Ellen Preetz-Heppelmann: „Unsere älteste Helferin hat sich nach 20 Jahren aus gesundheitlichen Gründen verabschiedet. Insgesamt haben wir ein sehr gefestigtes Team mit langjährigen Zugehörigkeiten.“

Die Ausbildung der ehrenamtlichen Kräfte des Hospizdienstes St. Klara umfasst 120 Unterrichtsstunden plus 12 Stunden Praxis. Die Schulung widmet sich der Frage, was Begleiten eines Menschen in diesem Stadium seines Lebens ist. Es geht dabei auch um die Zeit nach dem Tod. Zudem erhalten die angehenden Helfer Informationen über Diagnosen, Krankheitssymptome und Behandlungen, um im Bedarfsfall schnell Hilfe für die von ihnen begleitete Person anfordern zu können. Sie lernen im Praxiseinsatz Handgriffe am Pflegebett, gewinnen Kenntnisse in Hand- und Fußmassage, Aromapflege und über den Umgang mit Schluckstörungen und Komplikationen. Bei Menschen in ihrer letzten Lebensphase – vielfach leiden Sie unter Tumorerkrankungen – kann es auch zu kognitiven Einschränkungen und Zuständen der Verwirrtheit kommen. In den Schulungen erfahren die ehrenamtliche Helfer auch, wie sie schwierige Gespräche mit Betroffenen und deren Angehörigen führen können.

Die Arbeit der ehrenamtlichen Helfer im Hospizdienst wird begleitet durch regelmäßige Gruppengespräche, den ständigen Austausch mit Pflegenden und Ärzten sowie durch eine Supervision, die alle zwei Monate stattfindet. Sie werden auch durch einen externen Supervisor betreut.


Was motiviert Menschen, sich ehrenamtlich im Hospizdienst zu engagieren?
Ellen Preetz-Heppelmann: „Viele Interessenten melden sich, wenn sie in Rente gehen und nach neuen Inhalten in ihrem Leben suchen. Eine junge Frau kam zu uns nach dem Tod ihrer Mutter.“


Wie kann ich Hilfe durch den Hospizdienst erhalten?
Nach dem Kontakt mit dem Hospizdienst besucht Sie die Koordinatorin Frau Preetz-Heppelmann Betroffene. Sie wählt einen ehrenamtlichen Helfer für deren Betreuung aus.


Ist die Arbeit des Hospizdienstes St. Klara mit Kosten verbunden?
Für Patienten und Angehörige entstehen keine Kosten. Die Aufwände für Fahrten, Ausbildung der Ehrenamtlichen und Fortbildungen sowie Bürokosten und Supervisionen werden laut Rahmenvereinbarung nach § 39a Abs. 2 Satz 7 SGB V aus öffentlichen Mitteln sowie durch Eigenmittel der GFO beziehungsweise des Hospizes St Klara gedeckt.


Gibt es weitere Aktivitäten des Hospizdienstes?
Große Nachfrage gibt es bei Letzte-Hilfe-Kursen, die der Hospizdienst St. Klara anbietet.


Wie kann ich Kontakt zum Hospizdienst St. Klara aufnehmen?
Ansprechpartnerin ist die Koordinatorin Ellen-Preetz-Heppelmann.
Büro: Schloßstraße 18, 53840 Troisdorf
Tel.: 0160 94992945
E-Mail: kontakt@hospizdienst-klara.de
Internet: www.hospizdienst-klara.de


Hospizdienst St. Klara
Pressemitteilung vom 23. Januar 2020, 17:13 h

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