Internationaler Tag der Menschen mit Behinderung

Internationaler Tag der Menschen mit Behinderung
Für ein selbstbestimmtes Leben eintreten

Rhein-Sieg-Kreis (an) – Auf die Notwendigkeit, in allen Lebensbereichen für ein selbstbestimmtes Leben von Menschen mit Behinderung und die Möglichkeit der uneingeschränkten Teilhabe einzutreten und dieses zu fördern, machen der Rhein-Sieg-Kreis und der Inklusions-Fachbeirat des Rhein-Sieg-Kreises anlässlich des jährlichen Internationalen Tages der Menschen mit Behinderung aufmerksam.

Der Tag wird seit 1993 immer am 3. Dezember begangen. Er soll auf die Belange von Menschen mit Behinderungen aufmerksam machen und in der Öffentlichkeit das Bewusstsein dafür stärken. Im Rhein-Sieg-Kreis leben rund 60.000 Menschen mit einer oder mehreren Behinderungen oder chronischen Erkrankungen. Das ist rund jede zehnte Bürgerin bzw. jeder zehnte Bürger im Kreisgebiet.

„Im Alltag, bei der Arbeit oder in der Freizeit gibt es nach wie vor viele Barrieren für Menschen mit Behinderungen“, sagen Günter Wingender, Vorsitzender des Inklusions-Fachbeirats des Rhein-Sieg-Kreises, und seine Stellvertreterin Maria Zingsem. „Diese aufzuspüren und zu beseitigen ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, damit wir alle gleichberechtigt und selbstbestimmt unser Leben führen können.“

Bettina Lübbert, Behindertenbeauftragte beim Rhein-Sieg-Kreis, ergänzt: „Wichtig ist ein Umdenken: Die Gesellschaft muss sich in allen Lebensbereichen so aufstellen, dass Menschen mit Behinderung ohne Barrieren am Leben in der Gemeinschaft teilhaben können!“


Fachbeirat Inklusion
Bereits seit 2015 setzt sich der Inklusions-Fachbeirat für die Interessen der Menschen mit Behinderung ein. Er wurde auf Beschluss des Kreistages gegründet und hat die Aufgabe, diese Interessen gegenüber den politischen Gremien des Kreises, der Kreisverwaltung und der Öffentlichkeit zu vertreten.

Der Beirat soll durch Anregungen, Empfehlungen und Stellungnahmen in Fragen, die für Menschen mit Behinderungen von Bedeutung sind, unterstützen. Außerdem möchte er wichtige Impulse für die Inklusion von Menschen mit Behinderungen geben. Ihm gehören Frauen und Männer mit unterschiedlichen Behinderungen und chronischen Erkrankungen an.

Regelmäßig erscheint auch der „Wegweiser für Menschen mit Behinderungen“. In ihm sind die vielfältigen Beratungs- und Unterstützungsangebote im Rhein-Sieg-Kreis zusammengefasst.

Weitere Informationen gibt es unter rhein-sieg-kreis.de/inklusionsfachbeirat und rhein-sieg-kreis.de/wegweiserbehinderung.


Aktionsplan Inklusion
In 2017 hat der Rhein-Sieg-Kreis dann den „Aktionsplan Inklusion“ aufgelegt. Dieser formuliert die bereits jetzt zum inklusiven Standardhandeln gehörenden Aufgabenbereiche und benennt konkrete Themenschwerpunkte und Maßnahmen. Dazu gehören zum Beispiel Gespräche zu einer barrierefreien Information im ÖPNV-Bereich oder Ehrungen für Sportlerinnen und Sportler mit Behinderung.

Der Aktionsplan und die darauf basierenden Aktionsprogramme sollen als Entwicklungsprozess verstanden werden. Deshalb werden die Programme unter Einbindung von Beteiligten innerhalb und außerhalb der Kreisverwaltung ständig weitergeführt und weiterentwickelt.

Weitere Informationen unter rhein-sieg-kreis.de/behinderungundinklusion


Medieninformationen | Rhein-Sieg-Kreis

Pressemitteilung Nr. 592 vom 28. November 2022, 13:33 h

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