ICE-Angebot ausbauen

ICE-Angebot ausbauen – weitere Verschlechterungen inakzeptabel

Das ICE-Angebot am Bahnhof Siegburg/Bonn bleibt nach Darstellung der Deutschen Bahn auch nach dem neuen Fahrplan für 2019/2020 „auf gleichem Niveau“. In der Realität handelt es sich jedoch um eine spürbare Angebotsverschlechterung, kritisieren die CDU-Abgeordneten aus der Region Bonn/Rhein-Sieg.

Seit der Inbetriebnahme der Neubaustrecke Köln-Frankfurt gibt es ein stündliches Grundangebot Köln-Siegburg-Frankfurt Flughafen- Mannheim mit jeweils zweistündlicher Verlängerung nach Basel, München bzw. in der Gegenrichtung nach Dortmund.  „Mit dem neuen Fahrplan wird diese seit Jahren bewährte und bei den Fahrgästen stark nachgefragte Verbindung von einem Stunden- auf einen Zweistunden-Takt halbiert“, so Oliver Krauß, Mitglied des Verkehrsausschusses des Landtags NRW.

Zwar kommen nun zu dem Angebot weitere Verbindungen in der Relation Köln-Frankfurt Flughafen-Frankfurt Hbf hinzu, doch können diese die wegfallenden Verknüpfungen und Direktverbindungen nicht kompensieren.

„Es kommt nicht auf die Menge der Züge an, sondern auf das Angebot. Schon heute fahren die Züge – vor allem in Richtung Frankfurt – an ihrer Kapazitätsgrenze. Zugverspätungen oder –ausfälle sind an der Tagesordnung und verschärfen die Lage zusätzlich. Das kann man den Bürgern nicht zumuten und kaum noch erklären. Gerade auf der wichtigen Strecke Richtung Frankfurt brauchen wir zusätzliche Wagen und außerdem mehr Investitionen in die Schiene und ein größeres Angebot an Verbindungen. Damit leisten wir auch einen Beitrag zu mehr klimafreundlicher Mobilität“, so die Siegburger CDU-Bundestagsabgeordnete Elisabeth Winkelmeier-Becker.


Taktfahrplan darf nicht aufgegeben werden
Deutliche Worte findet die Politik ferner zu den neuen Abfahrtzeiten, die von Stunde zu Stunde variieren können. „ Die Züge sollten unbedingt in einem festen Takt verkehren, der für die Kunden leicht zu merken ist“, erinnern Winkelmeier-Becker und Krauß.

Vor dem Hintergrund des Bevölkerungswachstums im Rhein-Sieg-Kreis und der Bundesstadt Bonn ist ein attraktives, nachfragegerechtes Angebot elementar:

Eine Verringerung des ICE-Angebots kommt für die CDU nicht in Frage. Für Bonn als Bundesstadt und Sitz der Vereinten Nationen und den umliegenden Rhein-Sieg Kreis ist eine schnelle Verbindung nach Brüssel, Frankfurt und Berlin unverzichtbar. Der Bahnhof Siegburg/Bonn für den Fernverkehr ist ein wichtiger Standortfaktor für die zukünftige Entwicklung der Mobilität der Region.

„Am Bahnhof Siegburg/Bonn brauchen wir in Richtung Süden mindestens einen Stundentakt in Richtung Mannheim mit Weiterfahrt nach Basel und/oder Stuttgart-München. Dazwischen brauchen wir einen zweiten Stundentakt in Richtung Frankfurt Hauptbahnhof, so dass ein Halbstunden-Takt entsteht“, so Oliver Krauß. Der aktuelle Entwurf für den künftigen Deutschlandtakt geht über diese Minimalforderung sogar noch hinaus:  Dieser sieht von Siegburg/Bonn aus drei Fahrten pro Stunde vor (einmal in Richtung Mannheim, zweimal stündlich in Richtung Frankfurt Hauptbahnhof).

Einen Lichtblick für die Fahrgäste auf der Strecke Köln-Frankfurt gibt es immerhin: So hat die Deutsche Bahn angekündigt, kurzfristig neue Züge anzuschaffen, die 300 km/h fahren können. Denn ein Hauptgrund für die aktuellen Verschlechterungen ist der Einsatz der deutlich langsameren Züge vom Typ ICE 4. Politiker hatten daher parteiübergreifend gefordert, auf der Verbindung zwischen Köln und Frankfurt wieder die Fahrzeuge einzusetzen, die für diese Relation konzipiert und gebaut wurden: Den ICE 3.


CDU – Elisabeth Winkelmeier-Becker MdB

Pressemitteilung vom 18. Oktober 2019, 15:20 h

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