Hilfe aus der Schuldenfalle

Hilfe aus der Schuldenfalle
Kreissparkasse Köln unterstützt Schuldnerberatungsstellen in ihrem Geschäftsgebiet mit rund 231.000 Euro

Köln, den 1. September 2020
Zum ersten Mal seit fünf Jahren ist die Zahl überschuldeter Menschen in Deutschland 2019 wieder leicht gesunken. Nach Berechnungen der Wirtschaftsauskunftei Creditreform (SchuldnerAtlas Deutschland) galten zum Stichtag 1. Oktober 2019 bundesweit 6,92 Millionen Bürgerinnen und Bürger über 18 Jahren als überschuldet, das sind insgesamt knapp 10.000 Schuldenfälle weniger als im Vorjahr. Unter dem Strich ist die bundesweite Schuldnerquote damit geringfügig auf 10,0 % zurückgegangen (im Vergleich dazu Nordrhein-Westfalen: 11,72 %).

Die häufigsten Gründe für Überschuldung sind laut Creditreform Krankheit, Sucht, Unfall, unwirtschaftliche Haushaltsführung sowie längerfristiges Niedrigeinkommen. Hinzukommen die steigenden Mieten, so dass Wohnen insbesondere in Großstädten und Ballungsgebieten zum Überschuldungsrisiko geworden ist.

Gegen den Trend nahm 2019 vor allem die Altersverschuldung deutlich zu: Bei Personen ab 70 Jahren stieg sie mit rund 45 % überdurchschnittlich und verdreifachte sich damit seit 2013. Die Zahl junger überschuldeter Personen unter 30 Jahren ist dagegen weiter rückläufig.

Die institutionalisierte Schuldnerberatung bietet Menschen in finanzieller Notlage Beratung und somit ein Stück Lebenshilfe. Als einzige kreditwirtschaftliche Gruppe fördert die Sparkassen-Finanzgruppe die Schuldnerberatungsstellen alljährlich mit namhaften Beträgen. Dabei sind die Sparkassen trotz ihres hohen Marktanteils nachweislich in die Verursachung von Überschuldungssituationen kaum involviert.

Alleine die Sparkassen in Nordrhein-Westfalen bringen jährlich 3 Millionen Euro aus einem speziell eingerichteten Fonds zur Mitfinanzierung der Schuldnerberatung auf. Seit 1998 summiert sich die Fördersumme auf 63 Mio. Euro.

In diesem Jahr hat die Kreissparkasse Köln insgesamt 231.332,60 Euro an zwölf Schuldnerberatungsstellen im Geschäftsgebiet der Kreissparkasse Köln, dem Rhein-Erft-Kreis, dem Rhein-Sieg-Kreis, dem Rheinisch-Bergischen Kreis und dem Oberbergischen Kreis, ausgeschüttet.

Folgende Einrichtungen erhielten finanzielle Mittel aus dem Fonds:
Ÿ        Arbeiter-Samariter-Bund, Erftstadt
Ÿ        Arbeiterwohlfahrt Rhein-Oberberg e.V., Engelskirchen
Ÿ        Caritasverband für den Rhein-Erft-Kreis e.V., Hürth
Ÿ        Diakonisches Werk des evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region und der Caritasverband für den Rheinisch-Bergischen Kreis e.V., Bergisch Gladbach (Gemeinsame Schuldnerberatung)
Ÿ        Diakonisches Werk Köln und Region, Bergisch Gladbach
Ÿ        Internationaler Bund (IB) West gGmbH, Köln
Ÿ        Katholischer Verein für soziale Dienste im Rhein-Sieg-Kreis e.V., Siegburg
Ÿ        Stadt Hürth, Schuldnerberatungsstelle
Ÿ        Stadt Pulheim, Schuldnerberatungsstelle
Ÿ        Stadt Sankt Augustin, Schuldnerberatungsstelle
Ÿ        Stadt Troisdorf, Schuldnerberatungsstelle
Ÿ        Verbraucherzentrale NRW, Bonn

Dem Problem der Überschuldung begegnet die Kreissparkasse Köln nicht nur durch die aktive Unterstützung von Schuldnerberatungsstellen, sondern auch durch vielfältige Präventionsmaßnahmen, mit dem Ziel, ihre Kunden vor der „Schuldenfalle“ zu bewahren. Ebenfalls geht jeder Kreditvergabe eine ausführliche und verantwortungsvolle Beratung voraus, welche insbesondere die finanzielle Belastbarkeit des potentiellen Kreditnehmers berücksichtigt.

Aufklärungsarbeit zum Thema „Richtiger Umgang mit Geld“ leistet die Kreissparkasse Köln darüber hinaus durch regelmäßige Veranstaltungen, beginnend bereits für die ganz jungen Kunden im Rahmen ihres Sparkassen-Schulservices und der Bildungsinitiative KURS. Hier erhalten die Jugendlichen Tipps zum Umgang mit dem ersten Geld. Zudem finden überschuldete Menschen, die einen Rat suchen, vielfältige Informationen im Internet unter www.geldundhaushalt.de


Kreissparkasse Köln

Pressemitteilung vom 01. September 2020, 12:43 h

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