Hanno Rheineck 3 Wochen im schwarzen Erdteil

Afrikanischer Seniorenmeister über 400 m
Hanno Rheineck 3 Wochen im schwarzen Erdteil

Eine mehrwöchige Afrikareise stand kürzlich auf dem Programm von Hanno Rheineck ( 1. FC Spich). Nachdem der Leichtathlet bereits in 15 afrikanischen Ländern an den Start gegangen war, ging es diesmal in 3 noch unbekannte Länder: Elfenbeinküste, Ghana und Kamerun. Die Reise begann mit dem Flug nach Yaoundé, der Hauptstadt Kameruns. Am Flughafen erwarteten ihn u.a. Léonie Etong, Präsidentin des afrikanischen Leichtathletik-Seniorenverbandes und der Autor, Filmschauspieler und Sänger Daniel Mepin, den Rheineck noch aus der Zeit kannte, als er Kulturattaché an der Botschaft Kameruns in Bonn war.

Start 800 m Lauf in Yaoundé( Kamerun)
Fotos: privat

Der erste Start erfolgte als Gast bei den Seniorenmeisterschaften Kameruns im Nationalstadion von Yaoundé. Der 74jährige Troisdorfer startete im 800 m Lauf und siegte in seiner Altersklasse in 4:09,2 Min., erhielt einen Pokal und das Trikot der Fußball-Nationalmannschaft ( 5x Sieger beim Afrika-Cup). 2 Radiosender (Casiefun 99,4 und Radio RTS) baten den Troisdorfer ebenso wie einige Zeitungen um ein Interview. Beim anschließenden Bankett wurde der Rhein-Sieg-Sportler an den Tisch von Emmanuel Mbome, dem Präsidenten des Leichtathletikverbandes Kamerun, gebeten.

Hanno Rheineck umringt von den Leichtathleten Kameruns

Die nächste Station war Abidjan( Elfenbeinküste). Die Teilnahme an den 10. offenen afrikanischen Seniorenmeisterschaften wurde zum Höhepunkt der Reise.( Sowohl in Kamerun als auch in der Elfenbeinküste wurde Hanno Rheineck bei der Akkreditierung als Very Important Person ( VIP) eingestuft.) Der frühere 10,5 Sek. Sprinter und mehrfache Seniorenweltmeister startete im 400 m Lauf und sicherte sich überrachenderweise den Titel eines Afrikameisters in 1:45,40 Min. Die Gegner waren weniger die anderen Läufer als die Hitze und die enorme und ungewohnte Luftfeuchtigkeit. Im Vordergrund stand die Begegnung mit Athleten aus 3 Erdteilen: Afrika, Amerika und Europa. Die afrikanischen Athleten kamen aus Ägypten, Algerien, Burkina Faso, Burundi, Elfenbeinküste, Gabun, Guinea, Kamerun, Mauritius, Nigeria, Südafrika und Tunesien und dank seiner Französisch-und Englischkenntnisse konnte der Troisdorfer problemlos Kontakte zu allen Sportlern aus insgesamt 14 Nationen aufnehmen.“ Überall gab es ein herzliches Miteinander“, berichtet Rheineck, dem als ältestem Teilnehmer viel Aufmerksamkeit entgegen gebracht wurde.“ Zum Schluss waren wir eine große Familie geworden und der Sport zeigte wieder das Faszinierende, was ich an ihm so schätze. Egal, wie alt, arm oder reich, welche Religion, Hautfarbe oder Rasse: alle verband ein friedlicher Wettstreit. Und auch das ist das Schöne am Sport: ich komme in ein Land und kenne niemanden, aber über den Sport bekomme ich sofort Kontakte“ , meint der Troisdorfer, dem Völkerverständigung seit Jahren ein großes Anliegen ist.

Siegerehrung Afrikameister über 400 m

Die Reise ging weiter nach Accra, der Hauptstadt Ghanas, wo ein 5 km Straßenlauf geplant war. Zunächst gab es ein Treffen mit Gabriel Palmer-Buckle, seit 2005 Erzbischof von Ghana ( Rheineck wohnte im Gästehaus der Steyler Missionare.) Leider wurde ( und das hatte der Troisdorfer leider nicht zum 1. Mal im Ausland erlebt) der für den 2.9. geplante Lauf auf den 7.10. verschoben, aber so lange konnte der Weltenbummler, der nun in 112 Ländern der Erde an den Start gegangen ist, nicht bleiben! Wie alle früheren Reisen hatte der Troisdorfer auch diese Reise allein geplant und durchgeführt. Der nächste Start ist in Laos (Südostasien) vorgesehen.

Pressemitteilung vom 05. September 2017, 10:21 h

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