Gewässer rund um Burg Wissem wird saniert

Gewässer rund um Burg Wissem wird saniert:
Neue Pflege für Bach und Burggraben

Vom Ausschuss für Umwelt- und Klimaschutz des Stadtrats hat das städtische Umweltamt den Auftrag erhalten, Maßnahmen zur Pflege und nachhaltigen Entwicklung des Wassergrabens um Burg Wissem und der Wasserzuläufe zu ergreifen. Das Burggelände, der Waldpark und die Teiche sind beliebte und wichtige Ziele für die Naherholung. Sie sollen attraktiver und ökologisch verbessert werden.

Blick in den Rohrabfluss des Manzbachs: v.l. Ulrike Tesch und Christina Hoffmann (Umweltamt), Julia Bauer und Meret Görgens (Fa. Tauw), Sadetin Saracevic und Suad Kajtazovic (Fa. Rohrmann).

In den Burggraben münden der Heimbach und der Manzbach, wobei aus dem Heimbach inzwischen kaum noch Wasser zufließt. Vor allem im Sommer hat der Burggraben nur wenig Wasser. Laubfall führt zu starker Verschlammung und bei niedrigem Wasser kommt es zu Geruchsbelästigungen. Es muss geklärt werden, inwieweit es möglich ist, Quantität und Qualität des Wassers im Burggraben zu erhöhen oder – alternativ – ihn so umzugestalten, dass er trotz stark schwankender Wasserführung jederzeit ein attraktives Bild bietet.

Auch der Manzbach mit der großen Teichanlage im Waldpark, neben den Volieren, soll umgebaut werden. Die Teichanlage ist stark sanierungsbedürftig und die Gestaltung mit viel Beton ohnehin nicht mehr zeitgemäß. Sie kann weder ökologisch noch ökonomisch effektiv unterhalten werden. Reparaturen an den Zu- und Abläufen wären sehr aufwendig. Auch die oberen Becken sowie der weitere Bachlauf des teilweise verrohrten Manzbachs müssen saniert und teilweise entschlammt werden.

Zu möglichen Schritten der umfassenden Sanierung und ihren erheblichen Kosten wird zurzeit ein Gutachten erstellt. Ziel ist ein naturnaher Teich bzw. ein naturnahes Fließgewässer.

Dazu untersuchen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Amtes für Umwelt- und Klimaschutz zurzeit den Manzbach, die Regulierung des Wasserablaufs aus dem großen Teich und die Stabilität der Rohre, die das Wasser – auch durch Privatgelände und unter der Altenrahter Straße hindurch – in den Burggraben führen.

Für ein hydrologisches Gutachten werden sie von Expertinnen der Tauw GmbH in Leverkusen unterstützt. Die Firma Rohrmann Kanal- und Umweltservice aus Bonn untersucht derweil mit Kameras die Wasserdurchlässigkeit der Rohrverbindungen.

Regelmäßig werden Bäume und Sträucher beschnitten, Neophyten beseitigt (gebiets-/ortsfremde Pflanzen), Uferböschungen gesäubert sowie Laub und Müll entsorgt. Infos zum Amt für Umwelt- und Klimaschutz auf www.troisdorf.de, Rubrik Natur und Kultur.

Peter Sonnet


Stadt Troisdorf
Pressemitteilung Nr. 494/2021 vom 08. November 2021, 16:22 h

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