Bussardangriffe auf Jogger

Bussardangriffe auf Jogger – müssen nicht sein!

Rhein-Sieg-Kreis (ar) – Bussarde sind Ende Mai besonders wachsam und verteidigen ihr Revier – auch gegenüber nicht feindseligen Menschen, die nur joggen oder Rad fahren. „Die Jungbussarde bleiben nach dem Schlüpfen oft noch bis Ende Juni in den Nestern. Ihre Eltern verhalten sich in dieser Zeit besonders instinktiv und stufen sich schnell fortbewegende Menschen als Bedrohung ein“, erklärt Rainer Kötterheinrich, Leiter des Amtes für Umwelt- und Naturschutz des Rhein-Sieg-Kreises.

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Mit Scheinangriffen sollen die Radfahrenden oder Joggenden vertrieben werden. Richtig gefährlich wird es in der Regel jedoch nicht: Kein Kratzen mit den Klauen und kein Hacken mit dem Schnabel. Aber allein der Anflug eines solchen Tieres respektabler Größe in Richtung Kopf kann beängstigend sein.

Es ist daher sinnvoll von Ende Mai bis zum Herbst, vorsichtshalber Laufstrecken außerhalb von Wäldern zu wählen, da Bussardhorste meist im Wald liegen. Auch sollten zeitweise Streckensperrungen respektiert werden. Die Kleidung sollte möglichst eher in gedeckten Farben gewählt werden und nicht zu grell, da die Bussarde auch darauf reizbar reagieren können. Bussarde fliegen von hinten an, es gibt daher keine Vorwarnung. „Sollte es zu einem Scheinangriff kommen, empfiehlt es sich, den Bussard vom Kopf abzuhalten, indem man einen Stock oder zumindest die Arme hochhält“, weiss der Rainer Kötterheinrich. Mützen oder auch Hüte schützen den Kopf zusätzlich.

Kommt es zu einer Verletzung, ist ein Artzbesuch sinnvoll, denn die Krallen können durchaus Krankheitskeime enthalten. Zusätzlich sollte der Angriff beim Umwelttelefon des Rhein-Sieg-Kreises unter 02241-13 2200 gemeldet werden; die Kolleginnen und Kollegen geben auch gerne weitere Auskünfte.

Hinweis: Bussarde haben eine ganzjährige Schonzeit und stehen unter strengem Naturschutz – auch, wenn sie grundsätzlich jagdbare Wildtiere sind.


Pressestelle des Rhein-Sieg-Kreises

Pressemitteilung vom 16. Mai 2018, 12:04 h

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