Beiträge für Kinderbetreuung in Troisdorf

Tagespflege, Kita-, Trogata und Randstundenbetreuung:
Beiträge für Kinderbetreuung in Troisdorf werden im Januar ausgesetzt

Wegen des neuerlichen Lockdowns wird die Stadt Troisdorf die Kita-Beiträge auszusetzen. Entsprechende Regelungen schlägt die Stadtverwaltung in einer Beschlussvorlage an den Haupt-und Finanzausschuss vor. Sie will auf die Erhebung der Beiträge für Tagespflege, Kita-, Trogata und für Randstundenbetreuung im Januar verzichten. Auch die Beiträge für Verpflegung in den städtischen Kitas und Togata erhebt die Stadt Troisdorf nicht.

„Wir möchten als Stadt die Mehrbelastung abmildern, die Eltern mit Kindern im Lockdown haben. Der Wegfall von Betreuungszeiten und des Unterrichts in den Schulen ist für viele Familien eine starke Belastung. Das wissen wir und wollen uns dafür nicht nur bedanken, sondern den Familien auch finanziell helfen,“ sagt der Troisdorfer Bürgermeister Alexander Biber.

Nachdem das Land NRW Corona bedingt den Betreuungsumfang pro Kind in den Kitas bis 31. Januar 2021 um 10 Stunden wöchentlich reduziert hat und der Präsenzunterricht an den Schulen entfällt, findet in Schulen und Trogata im Januar lediglich eine Notbetreuung statt. Die Eltern sind auch in Troisdorf aufgerufen, ihre Kinder soweit wie möglich zu Hause zu betreuen, um so die Kontakte weiter zu reduzieren. Die zuständige Beigeordnete Tanja Gaspers weist in ihrer Vorlage auf die Belastungen für viele Eltern hin, die es wirtschaftlich abzufedern gelte. Die Kosten liegen laut Bürgermeister Alexander Biber für die Stadt Troisdorf im Januar bei rund 290.000 Euro. Biber: „Ich bin froh, dass wir den Eltern zeitnah diese Lösung vorschlagen können. Bereits während des ersten Lockdowns hat die Stadt Troisdorf die Elternbeiträge unbürokratisch erstattet.“

Das Familienministerium NRW hatte in einer offiziellen Stellungnahme die ab dem 11.1.2021 gültigen Regelungen für die Kindertagesbetreuung in Nordrhein-Westfalen veröffentlicht.

Eltern werden demnach aufgefordert, ihre Kinder wann immer möglich selbst zu betreuen und nicht in die Kita oder in die Kindertagespflege zu bringen. Die Kindertageseinrichtungen bleiben jedoch grundsätzlich geöffnet. Ob Eltern das Angebot in Anspruch nehmen, entscheiden sie eigenverantwortlich. 

Die Kindertageseinrichtungen sollen aber stets den Aspekt des Kindeswohles berücksichtigen und ggf. individuelle Betreuungsangebote – in Absprache mit dem Jugendamt – anbieten.

Auch sollen feste Gruppen eingerichtet werden, die sich in fester Zusammensetzung und zugeordneten Räumlichkeiten treffen. Diese Gruppen sollen keinen unmittelbaren Kontakt zueinander haben. Um dies umsetzen zu können, wird landesweit der Betreuungsumfang in Kindertageseinrichtungen um 10 Wochenstunden eingeschränkt.

Das Kinderkrankengeld wird aufgrund dieser neuen Situation um 10 zusätzliche Tage pro Elternteil (20 zusätzliche Tage für Alleinerziehende) erhöht, um die zusätzliche Belastung der Eltern zumindest in wirtschaftlicher Hinsicht abzufedern. 

Alle Leitungen, Beschäftigte in Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflegepersonen können sich ab sofort bis zum 26. März bis zu sechsmal anlasslos und zu einem frei gewählten Termin kostenlos testen lassen.

Tanja Gaspers, Erste Beigeordnete und Jugenddezernentin, weist darauf hin, dass die Regelungen je nach Betreuungseinrichtung unterschiedlich angewendet werden können. „Alle Eltern wurden bereits über die ab dem 11. Januar gültigen Regelungen von den Einrichtungen informiert. Sollten dennoch Fragen aufkommen, können sich die Eltern an Ihre zuständige Kindertageseinrichtung wenden.“

Mehr Infos gibt es auf der Homepage des Ministeriums für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen unter www.mkffi.nrw

Bettina Plugge


Stadt Troisdorf
Pressemitteilung Nr. 011/2021 vom 12. Januar 2021, 12:25 h

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