9. November ist Mahnung und Verpflichtung

9. November ist Mahnung und Verpflichtung:
Gedenken am Mahnmal in Troisdorf

Der Pogrom im November 1938 war in Deutschland ein weiterer Schritt der systematischen Vernichtung jüdischen Lebens, die 1933 begonnen hatte. Zum 83. Jahrestag der Novemberpogrome, die auch in unserer Region am 9. und 10. November 1938 stattfanden, legte Bürgermeister Alexander Biber am Mahnmal zur Erinnerung an die Opfer der NS-Gewaltherrschaft auf dem Jahnplatz in Troisdorf-Mitte ein Gesteck nieder.

Bürgermeister Alexander Biber am Mahnmal auf dem Jahnplatz.

“Der Antisemitismus ist in unserer Gesellschaft auch heute noch vorhanden. Das ist nicht nur ein deutsches Problem, sondern ein weltweites. In vielen Staaten dieser Erde lebt Rassismus wieder auf, verbunden mit Nationalismus und Ausländerhass. In Elternhäusern und Schulen müssen junge Menschen weiter darüber informiert werden, wie es zu Judenverfolgung und Holocaust kam, was Diktatur und Terror bedeuten und wie wichtig es ist, sich Tag für Tag für das Miteinander in unserer Gesellschaft, für Demokratie und Rechtsstaat einzusetzen“, erklärte Biber.

Die Demokratie scheint heute vielen jungen Menschen selbstverständlich. Dass sie Schritt für Schritt durch Lügen, Gewalt und Gesetze zerstört werden kann, haben Menschen ab 1933 erlebt. Bürgermeister Biber: „Heutige Angriffe auf Jüdinnen und Juden und Sprüche über Rassen und Volksgemeinschaft sind immer auch Angriffe auf unsere offene tolerante Gesellschaft. Dem entgegenzutreten ist unsere Verantwortung. Die tragen wir auch dafür, aus der Geschichte zu lernen und für Menschenrechte und Demokratie einzutreten“.

Peter Sonnet


Stadt Troisdorf
Pressemitteilung Nr. 495/2021 vom 09. November 2021, 12:37 h

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