Field Day der Troisdorfer Funkamateure

Mobiler Satelliten-Uplink ist die neue technische Attraktion
Rundum gelungener Field Day der Troisdorfer Funkamateure

 Der neue Star im großen Technik-Repertoire der Troisdorfer Funkamateure ist eine mächtige Parabol-Antenne. Sogar Full-HD-Fernsehübertragungen sind damit möglich – über einen neuen Amateurfunk-Satelliten, der ganz Europa und den Nahen Osten mit seinen Signalen versorgt. Am Himmelfahrts-Wochenende hatte „die Schüssel“ ihren ersten Einsatz: beim traditionsreichen Field Day auf der Wiese hinter Haus Rott an der Spicher Autobahn-Abfahrt.

Perfektes Wetter: Gut besucht war der diesjährige Field Day der Troisdorfer Funkamateure.
Fotos: Troisdorfer Funkamateure

„Damit die Übertragung funktioniert, muss der Brennpunkt der Antenne exakt auf den Satelliten ausgerichtet sein. Und auch bei einem Sturm sollte das natürlich stabil bleiben“, erklärt Bernd Karp, der Vorsitzende des Troisdorfer Ortsvereins im Deutschen Amateur-Radio-Club. „Gleichzeitig soll die Antenne aber in einem normalen PKW-Anhänger transportierbar sein und von drei Personen aufgebaut werden können.“ Die pfiffige Konstruktion, die das alles erfüllt, ist selbst entworfen und selbst zusammengeschweißt. Wer sehen möchte, was man aus überlassenen Gerätschaften aus der Forschung mit etwas HighTech-Elektronik, abschraubbaren Stahlgitter-Füßen und etlichen Gehwegplatten bauen kann, der hat spätestens beim 20. Stadtfest am Rotter See, also voraussichtlich im August, die nächste Gelegenheit dazu.

Mobiler Antennenwald: Aufwendige Systeme waren auf der Wiese hinter Haus Rott installiert.
Neuer Star: Die Satelliten-Antenne mit ihrer kleinen Schwester.

Gegen den Trend wächst der Troisdorfer Ortsverein, der im Fachjargon der Funkamateure besser unter „Golf 27“ bekannt ist. „In letzter Zeit sind eine Reihe von jüngeren Leuten zu uns gestoßen, die sich besonders für die Software- und Netzwerkthemen der aktuellen Nachrichtentechnik interessieren“, freut sich Klaus Linka, stellvertretender Vorsitzender des Vereins. „Amateurfunk experimentiert mit allen Spielarten drahtloser Kommunikation, nicht nur mit Morsetelegrafie und analogem Sprechfunk.“

Fachkundige Diskussionen: Für fast alle Betriebsarten und Übertragungstechniken waren im Betriebszelt beim Field Day Geräte vorhanden.

Beim viertägigen Field Day gab es jede Menge weltweiten Funkverkehr auf der Kurzwelle oder über den Satelliten, Tests diverser Antennen, aber auch ein gutes Stück Geselligkeit. So wurden am Samstag langjährige Mitglieder u.a. sogar für 50jährige Mitgliedschaft im Deutschen Amateur-Radio-Club von DO1BKT geehrt. Hinter diesem Rufzeichen, das er wie jeder lizenzierte Funkamateur nach bestandener fachlicher Prüfung von der zuständigen Behörde zugeteilt bekommen hat, steckt On Air der Vorsitzende der Troisdorfer Funkamateure, Bernd Karp. Aus seinem Rufzeichen ist auch die Mail-Adresse abgeleitet, unter der Interessenten aus der Region den Verein erreichen können: do1bkt@darc.de.

Bewegtes Testbild: So war der Field Day mit einem Videosignal per Satellit zu sehen.

„Danken möchten wir der Stadt Troisdorf und besonders den Mitarbeitern von Bauhof und Grünflächenamt für die Gelegenheit, die Naherholungsanlage nutzen zu dürfen und dort zeigen zu können, welche technische Infrastruktur wir bereitstellen können, auch im Fall von Notfällen“, so Karp in seinem Resümee zum Field Day 2019 der Troisdorfer Funkamateure.


Troisdorfer Funkamateure
Pressemitteilung vom 05. Juni 2019, 22:57 h

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.