15 Jahre Sperrung

15 Jahre Sperrung – ein trauriges Jubiläum
Melanbogenbrücke soll erst 2028 neu gebaut sein

Seit dem 13. Dezember 2006 ist die Melanbogenbrücke zwischen Troisdorf – Friedrich-Wilhelms-Hütte und Sankt Augustin-Menden nur eingeschränkt nutzbar.  Ein Zustand, der in diesem Jahr sein 15-jähriges Jubiläum erleidet. Kurz nach der Sperrung wurde die Brücke von den CDU-geführten Denkmalschutzbehörden unter Denkmalschutz gestellt – eine Ursache für den Stillstand. 2012 ist es dem Troisdorfer SPD-Kreistagsabgeordneten und damaligen Landtagsabgeordneten Achim Tüttenberg mit der damaligen SPD-Landesregierung gelungen, den Denkmalschutz für einen Abriss und Neubau aufzuheben. Am 06.03.2016 hat Straßen NRW an Tüttenberg mitgeteilt: „Unter Berücksichtigung des Zeitrahmens einer Planfeststellung rechnen wir derzeit mit einem Baubeginn in 2019“.  Im zuständigen Troisdorfer Fachausschuss wurde noch im April 2017 von einer Baufertigstellung in 2021 gesprochen. Und dann fehlte es an politischem Einsatz im Landtag und im Ministerium.

v.l.n.r. Denis Waldästl und Achim Tüttenberg

Achim Tüttenberg und sein Kreistagskollege aus Sankt Augustin, Denis Waldästl, machten sich am 13.12.2021 ein Bild vor Ort, und was sie sahen, war keine Überraschung. Es steht immer noch die alte Brücke mit der eingeschränkten Nutzung für Fahrzeuge sowie mit der Pflicht für Fahrradfahrer:innen die Fahrbahn zu benutzen. Natürlich war es für die beiden SPD-Politiker keine Überraschung, sie wollten das traurige 15-jährige Jubiläum jedoch zum Anlass nehmen, sich erneut ein Bild von der Lage vor Ort zu machen und sie dringen darauf, dass jetzt Tempo gemacht wird.

Der Jahreswechsel 2022 steht kurz bevor und von Baubeginn ist nach wie vor nichts zu sehen, so dass wir im Regionalrat als SPD-Kreistagsfraktion nachgefragt haben. Im Ergebnis müssen wir leider feststellen, dass in der Amtszeit von NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst und der lokalen Landtagsabgeordneten nichts passiert ist. Laut Antwort von Straßen NRW vom 10.11.2021 soll das Planfeststellungsverfahren in 2022 und der Bau 2025 beginnen. Fertigstellung 2028. Mehr als 20 Jahre nach Entstehung des Problems.

„Im kommenden Frühjahr sollen die FFH- und Umweltverträglichkeitsprüfungen durchgeführt und anschließend das Planfeststellungsverfahren begonnen werden. Da muss man sich schon fragen, dass seit 2017 im Verkehrsministerium und bei Straßen NRW passiert ist – nämlich nichts“, ärgert sich Tüttenberg. „Die Brücke ist ein wesentlich verbindendes Verkehrselement für die beiden größten Städte im Rhein-Sieg-Kreis und deren Sanierung muss für die Politik im Kreis und im Land eine entsprechende Priorität haben“, betonen Tüttenberg und Waldästl gemeinsam. „Es sind fünf Jahre nutzlos verstrichen und der Realisierungszeitraum ist dadurch um 7 Jahre verlängert worden. Hier hat man sich einfach nicht gekümmert“, so Tüttenberg und ergänzt: „Wir brauchen jetzt jemanden der auf allen Ebenen solange nervt, bis das endlich die Realisierung auch umgesetzt wird.  Denis Waldästl, Fraktionsvorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion erklärt: „Die SPD wird sich im Kreistag und Regionalrat für eine enge Begleitung des Projektes einsetzen. Ganz persönlich sage ich zu auf der entscheidenden Ebene des Landes alles dafür zu tun, dass es zu keinen weiteren Verzögerungen mehr bei diesem Bauprojekt kommt.“


SPD-Rhein-Sieg
Pressemitteilung vom 14. Dezember 2021, 10:39 h

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